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Vingegaard komplettiert sein Grand-Tour-Palmares
Jonas Vingegaard feiert bei seiner ersten Giro-Teilnahme einen überlegenen Gesamtsieg. Seine beeindruckenden Leistungen sind auch eine Ansage an Tadej Pogacar.
"Veni, vidi Vingegaard!", titelte das Online-Portal "Radsport-News", nachdem der Topfavorit in der vorletzten Etappe am Samstag auch bei der letzten Bergankunft dieser 109. Italien-Rundfahrt triumphiert und mit seinem fünften Etappensieg den letzten Schritt zum Gesamtsieg gemacht hatte.
Nach einer kurzen Nacht wegen des Flugs nach Rom war das 21. und letzte Teilstück dieser ersten Grand Tour des Jahres für Vingegaard eines zum Geniessen. Im Gegensatz zu seinem ersten Vuelta-Triumph im letzten September, der von propalästinensischen Protesten überschattet wurde und zum Abbruch der Schlussetappe in Madrid führte, konnte der Kapitän des Teams Visma Lease-a-Bike die verbleibenden 131 flachen Kilometer durch Italiens Hauptstadt entspannt angehen. Während sich der Italiener Jonathan Milan im Sprint den letzten Etappensieg sicherte, brachte der Mann im Rosa Trikot den Gesamtsieg ins Trockene.
Damit ist Vingegaard, bereits zweifacher Sieger der Tour de France sowie Gewinner der Vuelta a España, der achte Fahrer, der alle drei grossen Landesrundfahrten gewonnen hat. Er reiht sich in eine exklusive Liste mit Bernard Hinault, Eddy Merckx, Jacques Anquetil, Felice Gimondi, Alberto Contador, Vincenzo Nibali und Chris Froome ein.
Dabei dominierte der 29-jährige Vingegaard diese Giro-Ausgabe nahezu nach Belieben. Mit fünf Etappensiegen liegt er nur einen Erfolg hinter Tadej Pogacar, der bei seinem Gesamtsieg 2024 das Kunststück vollbrachte, sogar sechs Etappen zu gewinnen.
Im Gesamtklassement triumphierte Vingegaard mit über fünf Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Österreicher Felix Gall, der zusammen mit dem früheren Giro-Sieger Jai Hindley aus Australien das Podest komplettierte.
Nun stellt sich Vingegaard im Juli der Herausforderung, einen fünften Sieg von Pogacar an der Tour de France zu verhindern. Dem Dänen, der die Frankreich-Rundfahrt 2022 und 2023 für sich entscheiden konnte, wird am ehesten zugetraut, den Slowenen auf dessen bevorzugtem Terrain in den Hochbergen herauszufordern. Mit seinem souveränen Triumph beim Giro und der beeindruckenden Form, die er in Italien gezeigt hat, dürfte Vingegaard mit viel Selbstvertrauen an den Start der nächsten dreiwöchigen Rundfahrt gehen.















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