/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Siga-Podcast

Siga-Podcast

Ä Ohr voll Heimat – der Siga-Podcast vom «Sarganserländer»

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Buchshop

Buchshop

Hier finden Sie die von der SL Druck + Media AG herausgegebenen Bücher.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Aktuell
Keystone-SDA | Sonntag, 14. Juni 2026

Volk nimmt Zivildienstgesetz laut Hochrechnungen mit 53 Prozent an

Der Wechsel von der Armee in den Zivildienst wird erschwert. Die Stimmberechtigten haben gemäss Hochrechnungen von gfs.bern im Auftrag der SRG die Änderung des Zivildienstgesetzes mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 53 Prozent angenommen.

Die von der bürgerlichen Mehrheit im Parlament durchgesetzten Gesetzesänderungen wurden mit einem Referendum der Jungen Grünen und des Verbandes Civiva bekämpft. Unterstützt wurden sie von SP, Grünen und GLP sowie der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (Gsoa).

In den jüngsten Umfragen gab es ein Patt zwischen Befürwortern und Gegnern. Schliesslich setzte sich die Behördenvorlage doch noch durch. Laut Politologe Urs Bieri von gfs.bern folgte die Meinungsbildung einem bekannten Muster von Behördenvorlagen. "Wenn man nicht genau weiss, worum es geht, stimmt man eher Ja", sagte er im Schweizer Radio SRF.

Das Zivildienstgesetz sei im Schatten der SVP-Initiative kaum diskutiert worden. Deshalb habe die Mehrheit der Stimmenden dem Ja von Regierung und Parlament vertraut. Jedoch sei das Ergebnis kein triumphaler Sieg der Befürwortenden. "Fast die Hälfte der Bevölkerung sagte Nein, das gibt möglicherweise noch Diskussionen", so Bieri.

Eine ähnliche Vorlage zur Schwächung des Zivildienstes war vor sechs Jahren im Nationalrat gescheitert. Das Parlament forderte 2023 mit einer Motion eine Neuauflage.

Sechs Hürden

Mit dem Ja treten sechs neue Massnahmen im Zivildienstgesetz bald in Kraft. Etwa müssen künftig bei einem Wechsel aus der Armee mindestens 150 Tage Zivildienst geleistet werden, unabhängig von der Zahl der noch nicht geleisteten Armee-Diensttage.

Wer alle Armee-Ausbildungstage geleistet hat, kann gar nicht mehr zum Zivildienst wechseln und auf diesem Weg die Schiesspflicht umgehen. Auch für Unteroffiziere und Offiziere wird der Faktor 1,5 Zivildiensttage pro Militärdiensttag gelten.

Weiter gibt es auch beim Zivildienst eine jährliche Einsatzpflicht. Werden Wechselgesuche während der Rekrutenschule bewilligt, müssen Zivis ihren langen Einsatz spätestens bis zum Ende des Jahres nach der Zulassung leisten, früher als heute. Und Einsätze, die ein begonnenes Human-, Zahn- oder Tiermedizin-Studium erfordern, sind nicht mehr erlaubt.

Weitere Reformpläne

All dies soll den Zivildienst unattraktiver machen. In den Augen einer bürgerlichen Parlamentsmehrheit wechseln seit Längerem zu viele Dienstpflichtige von der Armee zum Zivildienst. 2025 wurden 7211 Personen zum Zivildienst zugelassen, so viele wie noch nie vorher. Bei der Armee hingegen werden sinkende Bestände erwartet.

Der Zivilschutz hat bereits zu wenig Personal. Ein Grund dafür sind vorzeitige Abgänge, unter anderem wegen Wechseln von der Armee zum Zivildienst. Wer den Militärdienst nicht mit dem Gewissen vereinbaren kann, kann heute einen zivilen Ersatzdienst leisten, der länger dauert als der Dienst in der Armee, und damit den Tatbeweis erbringen. Eine Gewissensprüfung ist nicht mehr nötig.

Wie die Dienstpflicht künftig aussehen soll, ist noch offen. Der Bundesrat schlägt zwei Varianten vor. Eine ist eine Sicherheitsdienstpflicht für Männer. Dieser Dienst müsste beim Militär oder in einer künftigen Katastrophenschutzorganisation geleistet werden - in ihr würden Zivilschutz und Zivildienst vereint. Das Parlament fordert, dass die Sicherheitsdienstpflicht für Männer so rasch wie möglich kommt. Zudem hat der Nationalrat beim Bundesrat einen Bericht zur Wiedereinführung der Gewissensprüfung bestellt.

Ruhiger Abstimmungskampf

Trotz knapper Umfrageergebnisse verlief der Abstimmungskampf zum Zivildienstgesetz eher ruhig. Im Zentrum stand ganz klar die "Keine 10-Millionen-Schweiz"-Initiative der SVP.

Ein Ja-Komitee mit bürgerlichen Parteien und militärischen Organisationen wollte, dass der Zivildienst wieder zur Alternative für Männer werde, die aus echten Gewissensgründen nicht bei der Armee Dienst leisten. Der Zivildienst dürfe nicht zum bequemeren Ausweg für jene werden, die den Militärdienst umgehen wollten.

Die Gegnerinnen und Gegner der Reform warnten dagegen vor einer Schwächung des Zivildienstes. Diese Einsatzkräfte fehlten dort, wo sie am meisten gebraucht würden: in Heimen, Spitälern und Schulen, im Natur- und Umweltschutz sowie in der Land- und in der Alpwirtschaft. Laut Bundesrat wird die Zahl der Zivildienstleistenden mit den neuen Hürden um vierzig Prozent sinken.

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.