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Vorfall mit Herdenschutzhunden wird durch Bündner Amt untersucht
Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit Graubünden (ALT) hat eine Untersuchung zu einem Vorfall mit Herdenschutzhunden im Val Sumvitg eingeleitet. Beim Zwischenfall am Montag verletzten sich zwei Wanderer leicht. Massnahmen gegen solche Vorfälle zu treffen, sei schwierig, so das ALT.
Gemäss ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei Graubünden begegneten die 21- und 22-jährigen Wanderer aus Deutschland im Val Sumvitg zwei Herdenschutzhunden. Laut einer Mitteilung vom Dienstag rutschte in der Folge einer der Wanderer rund zehn Meter einen Abhang hinunter. Ob einer der beiden zuvor gebissen worden war, konnte die Kantonspolizei Graubünden am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nicht sagen. Die Untersuchungen würden noch laufen.
Die Ereignisse werden ebenfalls durch das ALT untersucht, welches auch allfällige Massnahmen ergreifen kann. Amtsleiter Giochen Bearth erklärte gegenüber Keystone-SDA, dass "sinnvolle Massnahmen ohne negativen Einfluss auf den Herdenschutz schwierig" seien, aber immer situativ erfolgen würden. "Oft bleibt als letzte Massnahme nur die befristete Entfernung der Herdenschutzhunde vom Sömmerungsbetrieb, beispielsweise solange sich eine Schafherde in einem besonders stark touristisch frequentierten Gebiet aufhält", so Bearth.
Auswirkungen des stärkeren Herdenschutzes
Die Konflikte zwischen Menschen und Herdenschutzhunden haben gemäss Bearth in den vergangenen Jahren "sicher nicht abgenommen". Dies sei die Konsequenz der Forderung nach immer besserem Herdenschutz. "Aktuell spielen auch die lang andauernde Schönwetterperiode und die Ferienzeit eine Rolle. Wanderer und Bergsteiger sind überall - auch abseits der markierten Wege - unterwegs", so Bearth.
Tatsächlich kam es gemäss der rätoromanischen Nachrichtenagentur FMR bereits Ende Juni zu einem Vorfall mit Herdenschutzhunden im Maighels-Gebiet bei Tujetsch GR. Ein Mann soll von Herdenschutzhunden gebissen worden sein. Der Betroffene erstattete danach Anzeige bei der Kantonspolizei Graubünden, welche gegenüber Keystone-SDA den Eingang der Anzeige bestätigte.

















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