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Keystone-SDA | Dienstag, 17. Februar 2026

Warner spricht im Bieterkampf mit Paramount über neues Gebot

Im Bieterkampf um das Hollywood-Traditionsunternehmen Warner Brothers bekommt Paramount doch noch eine Chance, sich gegen den bisher vorn liegenden Rivalen Netflix durchzusetzen. Paramount hat eine Erhöhung des Kaufgebots in Aussicht gestellt.

Nun hat Paramount eine Woche Zeit, den Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery in neuen Verhandlungen zu überzeugen. Zugleich bekräftigte der Warner-Verwaltungsrat am Dienstag seine Empfehlung an die Aktionäre, das Übernahmeangebot von Netflix anzunehmen.

Die Abstimmung darüber wurde auf den 20. März angesetzt. Allerdings könnten die neuen Verhandlungen mit Paramount den Streamingriesen Netflix zwingen, sein Angebot zu erhöhen.

Paramount liess nicht locker

Warner und Netflix waren Anfang Dezember eine verbindliche Übernahmevereinbarung für das Studio- und Streaming-Geschäft eingegangen. Netflix will knapp 83 Milliarden Dollar für Warner auf den Tisch legen. Dabei sollen allerdings die Fernsehsender wie etwa CNN in ein eigenständiges Unternehmen abgespalten werden.

Wenige Tage nach dem Kaufvertrag zwischen Warner und Netflix wandte sich Paramount direkt an die Warner-Aktionäre und bot 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern Warner Bros. Discovery samt der TV-Sender.

Paramount bemühte sich in den vergangenen Wochen, die bisherigen Einwände von Warner auszuräumen und an den Verhandlungstisch zu kommen. Dazu gehörte das Versprechen, die Zahlung von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen, die Warner an Netflix bei einer Auflösung des bereits vereinbarten Übernahmedeals mit dem Streamingkonzern überweisen müsste.

Netflix stimmte nun zu, dass Warner sieben Tage lang mit Paramount verhandelt. Auslöser für die neuen Gespräche ist Warner zufolge, dass ein Vertreter von Paramount mündlich eine Offerte von 31 Dollar pro Aktie in Aussicht gestellt habe. Das wäre ein Dollar mehr als das bisherige Paramount Angebot.

Dabei habe es auch geheissen, dass es nicht das "beste und endgültige" Gebot von Paramount sei. Jetzt will der Warner-Verwaltungsrat herausfinden, wie weit Paramount gehen würde.

Zukunft von CNN

In dem Bieterkampf geht es auch um das Schicksal des Nachrichtensenders CNN, bei dem oft kritisch über US-Präsident Donald Trump berichtet wird. Trump sagte im Dezember, es müsse sichergestellt werden, dass CNN bei einem Deal auf jeden Fall den Besitzer wechsele.

Paramount wurde im vergangenen Jahr von der Familie des als Trump-Unterstützer bekannten Tech-Milliardärs Larry Ellison gekauft. Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS schlug seit der Übernahme durch die Ellisons zum Teil einen freundlichen Ton gegenüber der Trump-Regierung an. Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte.

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