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WHO-Chef: 500.000 Hitzetote weltweit pro Jahr
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der aktuellen Hitzewelle vor der tödlichen Gefahr von hohen Temperaturen. "Extreme Hitze zählt zu den schwerwiegendsten und am schnellsten wachsenden Gesundheits- und Sicherheitsbedrohungen, die durch den Klimawandel entstehen", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf.
Rund eine halbe Million Menschen würden jährlich weltweit an Hitzefolgen sterben, doch viele dieser Todesfälle seien vermeidbar, sagte Tedros. Der Fokus der Schutzmassnahmen sollte aus Sicht der WHO besonders auf Risikogruppen liegen. Dazu gehören nicht nur Alte, Kranke, Schwangere und Kinder, sondern auch Arbeiter und sozial benachteiligte Menschen.
Laut einer wissenschaftlichen Studie zu globalen Temperaturen und Todesfällen zwischen 2000 und 2019 gab es in dem Zeitraum zwar weitaus mehr Kälte- als Hitzetote. Doch die Forscher fanden auch heraus, dass die kältebedingte Todesrate in diesem Zeitraum abnahm, während die hitzebedingte Todesrate anstieg.
Fokus auf Fussball-WM
Auch bei Massenveranstaltungen wie der aktuellen Fussballweltmeisterschaft könnten Hitzewellen zu einer grossen Gesundheitsgefahr werden, betonte Tedros. Die WHO arbeite deshalb mit dem Weltfussballverband FIFA und den drei Gastgeberländern zusammen, damit Frühwarnsysteme, Trinkwasser und Abkühlungs-Massnahmen zur Verfügung stünden, berichtete der WHO-Chef.

















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