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Keystone-SDA | Montag, 20. Juli 2026

Wie es mit den fünf auffallendsten Spieler der WM weitergeht

Lionel Messi, Erling Haaland und Kylian Mbappé kennt jeder im Fussball, dafür braucht es keine WM. Für andere aber ist das Turnier der Eintritt auf die Weltbühne.

Die WM war geprägt von den Superstars des Weltfussballs - von Messi, Haaland oder Mbappé. Aber auch andere zogen beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko grosse Aufmerksamkeit auf sich. Wie es für fünf der auffallendsten Spieler nun weitergeht.

Vozinha

Er brachte Lionel Messi zur Verzweiflung, sorgte für Frust bei Spaniens Stars und schrieb die Geschichte dieser WM: Josimar José Évora Dias, genannt Vozinha. Der Goalie aus Kap Verde hielt die Null gegen den Europameister und war mit acht Paraden einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass Argentiniens Fans in der Verlängerung des Sechzehntelfinals leiden mussten.

Weniger als 50'000 Follower hatte er auf Instagram vor dieser WM, am Final-Wochenende stand der 40-Jährige bei mehr als 29 Millionen. Diese Bekanntheit macht ihn nun über seine Fähigkeiten als Goalie hinaus interessant. Welcher Klub davon profitiert, ist offen - Vozinha ist vereinslos.

"Das ist das Erste, was ich regeln will. Ich liebe Fussball. Ich habe diese Leidenschaft. Ich möchte noch mindestens ein oder zwei Jahre spielen", sagte er zuletzt. "Ich hoffe, ich finde ein Team, das mich als Fussballer will und nicht als Marketing-Figur." Gerüchteweise gibt es Interesse aus Brasilien, Chile - und von Inter Miami. Was wäre das für eine Geschichte: Der Mann, der Messi zur Verzweiflung trieb, wäre dann dessen Teamkollege in der Major League Soccer.

Ismael Saibari

Drei Tore in den ersten drei WM-Spielen, darunter ein cooler Lupfer gegen Brasilien: Ismael Saibari hatte sich die Aufmerksamkeit der Fussball-Welt bei dieser WM früh gesichert - die des FC Bayern hatte er schon davor. Auch weil der deutsche Rekordmeister den Stürmer aus Marokko früh als neuen Spieler umworben hatte, ist der 25-Jährige in der neuen Saison ein Profi der Münchner. Die WM endete für ihn allerdings unglücklich. Im Achtelfinal gegen Kanada musste er schon nach 22 Minuten mit einer Muskelverletzung vom Platz, beim Aus im Viertelfinal gegen Frankreich stand er dann gar nicht auf dem Feld.

Saibari spielte zuletzt für die PSV Eindhoven und erhielt bei den Bayern einen Vertrag bis 2031. Medienberichten zufolge betrug die Ablösesumme rund 50 Millionen Euro. In München ist Saibari für verschiedene Positionen vorgesehen und soll sowohl den Konkurrenzkampf erhöhen als auch für Entlastung sorgen bei Jamal Musiala, Michael Olise, Serge Gnabry und Harry Kane.

Gilberto Mora

Der jüngste WM-Teilnehmer liess nicht nur die mexikanischen Fans schwärmen: Gilberto Mora lieferte ein mehr als überzeugendes WM-Debüt und ist mit seinen nur 17 Jahren schon jetzt ein Star weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus. 5,7 Millionen neue Follower gab es allein bei Instagram, laut Medienberichten hatten nur fünf Fussballer einen stärkeren Zuwachs bei der WM.

Unter Vertrag steht der Teenager bei Club Tijuana. Wenige Tage vor dem WM-Auftakt unterschrieb Mora bei den Xolos ein neues Arbeitspapier, das sogar bis Ende 2029 gültig ist. In der damaligen Vereinsmitteilung wurde aber auch diese entscheidende Passage mit Blick auf mögliches Transfergeschehen nach dieser WM veröffentlicht: "Die Vereinbarung enthält einen massgeschneiderten und klar strukturierten Ausstiegsmechanismus, der gemeinsam vom Verein, dem Spieler und seinem Berater ausgearbeitet wurde."

Örjan Nyland

Klar, ohne Erling Haalands Treffer wäre die Geschichte der trommelnden Norweger früh zu Ende gewesen. Und auch Martin Ödegaard war einer der zentralen Bestandteile der sympathischen Nordmänner - die allerdings auch den lange herausragend guten Örjan Nyland im Tor brauchten, um bis in den Viertelfinal gegen England vorzudringen. Ohne den Rückhalt des Goalies, der im Achtelfinal gegen Brasilien früh einen Penalty entschärfte und so die Grundlage für den grössten Sieg der norwegischen Fussball-Geschichte legte, hätten seine offensiven Vorderleute gar keine Chance gehabt, ihre Kapitel dieser schönen Story zu schreiben.

Bitter nur: Im Viertelfinal gegen England war es der ehemalige Goalie von RB Leipzig, der patzte und einen Schuss nach vorn abprallen liess. Wie es für den 35-Jährigen weitergeht, ist offen. Sein Vertrag beim FC Sevilla lief Ende Juni aus, derzeit ist er vertragslos. Diverse Gerüchte bringen ihn mit Klubs aus der englischen Premier League in Verbindung, auch Feyenoord Rotterdam soll ein Thema sein. Wirklich heiss ist bislang aber keine Spur.

Johan Manzambi

In der Schweiz kannte man Johan Manzambi schon vor der WM. Doch während des Turniers erlangte er auch internationale Aufmerksamkeit. Vom Einwechselspieler mauserte sich der 20-Jährige mit drei Toren und zwei Vorlagen bis zu seiner Verletzung im Training vor dem Achtelfinal gegen Kolumbien zur Stammkraft von Trainer Murat Yakin - und bescherte dem SC Freiburg mit seinem Wechsel in die Premier League nun eine Rekordablöse.

Zunächst galt Newcastle United als Favorit auf eine Verpflichtung Manzambis, der in der Bundesliga meistens defensiver eingesetzt wurde als nun bei der WM. Doch am Ende machte Europa-League-Sieger Aston Villa, der sich im Final gegen die Breisgauer durchgesetzt hatte (3:0), das Rennen. Nach Informationen des "Kicker" und von Sky soll das Gesamtpaket aus Basis-Ablöse und möglichen Boni bis zu 70 Millionen Euro betragen. Der Sport-Klub nannte keine Details. Manzambi ist damit auch der teuerste Schweizer Transfer der Geschichte. Zuvor war das Captain Granit Xhaka, der einst für 45 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zum FC Arsenal ging.

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