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Weltcup im Wallis
Keystone-SDA | Donnerstag, 29. Januar 2026

WM-Hauptprobe in Crans-Montana mit besonderem Setting

Zum Auftakt der Weltcup-Woche in Crans-Montana ist die Brandkatastrophe vom 1. Januar sehr präsent und der angemessene Umgang mit dem tragischen Ereignis ein zentrales Thema.

Nur einen Monat nach der Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana, bei welcher 40 Menschen ihr Leben verloren und über 100 Personen teils schwer verletzt wurden, soll es auf dem Walliser Hochplateau keine überbordende Ski-Party geben. Mit entsprechenden Massnahmen dafür besorgt war das Organisationskomitee der Weltcup-Rennen - und der nächstjährigen Ski-WM.

"Der Fokus liegt auf dem Sport mit hoffentlich gewohnt vielen Zuschauerinnen und Zuschauern und Gästen. Diese sollen auch die Möglichkeit haben, sich zu verpflegen", sagt Daniel Bollinger, Geschäftsleitungsmitglied und COO der WM 2027 in Crans-Montana. Dafür gebe es nahe der Piste eine Fanzone, allerdings mit einem reduzierten Rahmenprogramm, so Bollinger. "Alles andere, was am Abend im Zentrum von Crans-Montana auf dem Programm gestanden hätte wie Zeremonien, Konzerte und Partys, ist abgesagt."

Positive Emotionen statt Animation

"Auch in den Publikumsbereichen liegt der Fokus ganz klar auf dem Sport. Das Publikum soll nicht in erster Linie animiert und angeheizt werden", sagt COO Bollinger. "Positive Emotionen sollen allerdings definitiv Platz haben. Wenn die Schweizer Fahrerinnen und Fahrer gut abschneiden, so soll das Publikum seine Freude auch zeigen dürfen."

Die Rennen könnten vielleicht sogar helfen, die Ereignisse gemeinsam zu verarbeiten, so Bollingers Hoffnung. "Die Leute kommen zusammen und wollen eine gute Zeit verbringen. Der Sport ist dafür da, Freude zu haben und positive Emotionen gemeinsam zu erleben. Dies wollen wir auch gegenüber der Jugend zeigen."

Keine klassische Werbung

Diskreter und weniger farbig als gewohnt treten auch die zahlreichen Sponsoren auf, was gerade auf und an der Piste bemerkbar sein wird. Das ganze Drumherum wird einen weniger kommerziellen Anstrich haben als normal. "Wir hatten einen transparenten und guten Austausch mit unseren Partnern. Sie unterstützen uns voll und haben uns zugleich signalisiert, dass sie nicht mit klassischer Werbung präsent sein wollen wie sonst an den Rennen", sagt Daniel Bollinger.

Statt grosser Logos und Claims der Sponsoren sind auf den Werbebanden für einmal Trauerschleifen und ein schlichter Satz "Unsere Gedanken sind bei euch", dieser auch in französischer, italienischer und englischer Sprache, zu sehen. Dazu werden für die drei Rennen - je eine Abfahrt der Frauen (Freitag) und Männer (Sonntag) plus ein Super-G der Frauen am Samstag - ausnahmsweise auch die Startnummern und Torflaggen ohne Sponsoren-Aufdruck gehalten. Fast alles wird zudem in schwarz und weiss gehalten, neben den Werbebanden auch das Starthaus und der Zielbogen.

Hoffnung auf Skifest im Februar 2027

In welcher Form die Brandkatastrophe auch in einem Jahr, wenn in Crans-Montana vom 1. bis 14. Februar 2027 die alpinen Weltmeisterschaften über die Bühne gehen, allenfalls thematisiert werden wird, ist für Bollinger offen.

Für ihn ist klar, dass "diese tragischen Geschehnisse vom 1. Januar nun leider zur Geschichte von Crans-Montana gehören. Sie werden uns allen für immer in trauriger Erinnerung bleiben. Gleichwohl bleibt es unser Ziel, in einem Jahr ein Skifest zu organisieren."

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