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Keystone-SDA | Mittwoch, 14. Oktober 2026

Ziel erreicht, Selbstvertrauen getankt

Die Schweizerinnen dürfen weiter von der WM in Brasilien träumen. Trotz gewisser Defizite geben sie sich nach zwei Siegen gegen Israel mit Blick auf das anstehende Duell mit Österreich optimistisch.

Ob sie viel an die WM denke, wird Leila Wandeler nach dem Sieg in der 1. Playoff-Runde gegen Israel gefragt. "Ja, sicher", antwortet sie lachend. Den Einzug in die nächste Playoff-Runde feiern, in der sich die Schweiz gegen Österreich die WM-Qualifikation sichern könnte, will sie jedoch noch nicht zu sehr. "Wir feiern dann, wenn wir an die WM gehen", so die 20-Jährige.

Der Weg an die Weltmeisterschaft in Brasilien 2027 ist auch nach dem Überstehen der 1. Runde noch weit. In Runde 2 der Playoffs - mit dem Heimspiel am 1. Dezember zuhause und dem Rückspiel vier Tage später auswärts - wartet Österreich. Selbst im Erfolgsfall gegen den in der Weltrangliste vor der Schweiz klassierten Nachbarn hätte man das WM-Ticket wahrscheinlich noch nicht auf sicher.

Denn geht man nach der Papierform, wäre das Team von Rafel Navarro der am schlechtesten platzierte europäische Playoff-Sieger - und dieser muss Ende Februar im interkontinentalen Playoff noch eine weitere Partie gewinnen. Um diese Extrarunde zu umgehen, wären die Schweizerinnen in der zweiten Playoff-Runde in gut sechs Wochen auf die Schützenhilfe von Aussenseiter-Nationen wie Finnland (gegen Italien), Portugal (gegen Island) oder auch Wales (gegen Norwegen) und Schottland (gegen Schweden) angewiesen.

Konnte die Nati Selbstvertrauen tanken?

Mit Österreich trifft die Nati erstmals in diesem Jahr auf einen Gegner, der auf dem Papier (leicht) besser ist. Und während die Equipe um Captain Lia Wälti im Rückspiel gegen Israel zwar endlich wieder einmal die Null gehalten und im Hinspiel sieben Tore geschossen hat, hallen auch die Defizite nach.

Da sind die drei Gegentore von Israel im Hinspiel. Oder auch die Chancenverwertung im Rückspiel. Insgesamt 26 Abschlüsse verbuchten die Schweizerinnen, sieben davon gingen aufs Tor - und nur zwei endeten mit Schweizer Jubel. Das sei kein Grund zur Sorge, findet Géraldine Reuteler. Die Spielerin von Arsenal sagt, das Nationalteam habe trotzdem "sehr viel Selbstvertrauen" getankt.

"Ja, im Hinspiel haben wir drei Tore kassiert. Aber wir haben sieben geschossen, das muss man auch sagen", so Reuteler. "Nun haben wir auch wieder zwei geschossen und keines gekriegt. Das war das Ziel." Entsprechend sei man nun sicher "ready" für die nächste Aufgabe. Natürlich treffe man mit Österreich auf einen besseren Gegner als es Israel war, sagt Reuteler. Nun wolle sie sich aber vor allem regenerieren, bevor sie schon an die Partie in anderthalb Monaten denke.

Auch Rafel Navarro winkt punkto Chancenverwertung ab. Bereits an der Pressekonferenz vor der Partie sagte er, er würde ein 3:0 einem 7:2 vorziehen. Auch ein Treffer weniger stimmte den Nationaltrainer am Dienstagabend optimistisch. Die Schweiz habe ein kontrollierteres Spiel gezeigt als noch am Freitag. Er sei sehr glücklich über das Resultat, auch wenn die Chancen besser hätten genutzt werden können.

"Können sie schlagen"

Für Navarro ist der Plan nun klar: Analyse der nächsten Hürde Österreich. "Es wird ein sehr schwieriges Playoff", so der Trainer. Aber: Dass die Österreicherinnen auf einem höheren Level agieren als das Team Israels, sei für ihn kein Problem. "Wir haben gute Spielerinnen und auch ein gutes Level. Ich denke, wir können sie schlagen."

Ähnlich sieht die Gefühlslage bei Torschützin Julia Stierli aus. Die Verteidigerin, die beim SC Freiburg mit einigen Österreicherinnen spielt, sagt: "Uns ist bewusst, dass nun die schwierigste Aufgabe auf uns zukommt."

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