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Zukunft des Spitals Samedan GR ist gesichert
Alle elf Oberengadiner Gemeinden haben die vier Leistungsvereinbarungen, welche die Zukunft der Gesundheitsversorgung regeln, mit deutlichem Mehr genehmigt. Damit ist auch die Zukunft des Spitals Samedan geklärt.
Die Zustimmung zu allen vier Leistungsvereinbarungen fiel deutlich aus. Der Ja-Anteil bewegte sich im Durchschnitt aller Gemeinden je nach Leistungsvereinbarung zwischen 88,6 und 91,3 Prozent Ja-Stimmen. Keine einzige Gemeinde lehnte eine der vier Vereinbarungen ab.
Die genehmigten Verträge laufen über drei Jahre, von 2027 bis 2029. Für das Spital Samedan sind Kosten von insgesamt 16,9 Millionen Franken über diesen Zeitraum vorgesehen. Der Betrag für die Altersheime beläuft sich auf 9,9 Millionen, für den Spitex-Dienst auf 490'000 Franken. Zusätzlich sind für die Führung der Anstalt Sanadura 1,2 Millionen Franken eingeplant. Insgesamt erreicht das Vereinbarungspaket ein Volumen von knapp 28,5 Millionen Franken.
Die Präsidentin des Gesundheitsrates von Sanadura, Isabel Wenger, zeigte sich über das Ergebnis sehr zufrieden. "Es ist ein starker Vertrauensbeweis für die Gesundheitsversorgung und bedeutet, dass diese nun seine Arbeit fortsetzen kann. Das ist eine sehr gute Nachricht für die Bevölkerung, die Gäste und die Mitarbeitenden der Gesundheitsinstitutionen", sagte sie zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
In den nächsten drei Jahren sei es das Ziel, die Bettenauslastung in den Alterszentren erhöhen. "Das wird sich auch positiv auf die Rentabilität der beiden Infrastrukturen in St. Moritz und Samedan auswirken", erklärte Wenger. Die grosse Herausforderung werde jedoch darin bestehen, qualifiziertes Gesundheitspersonal zu finden. "Das klare Ja von heute gibt uns mehr Planungssicherheit und auch mehr Stabilität, da die Finanzierung und die Leistungen klar geregelt sind", fuhr Wenger fort.
Vier Abstimmungen in weniger als zwei Jahren
Von April 2025 bis heute sind die Stimmberechtigten der Oberengadiner Gemeinden gleich viermal an die Urne gerufen worden, um über die Zukunft und die Finanzierung der Gesundheitsversorgung in der Region zu entscheiden. Mehrfach wurden diese Abstimmungen mit einer Rettungsaktion verglichen, da das Spital Samedan hochverschuldet war.
In einer ersten Abstimmung lehnte die Bevölkerung eine Fusion mit dem Kantonsspital Graubünden in Chur ab. In einer zweiten Abstimmung im November wurde ein zweiter Rettungsversuch verworfen, der eine Leistungsvereinbarung über zwei Jahre und Kosten von knapp 51 Millionen Franken vorsah. Die dritte Abstimmung im vergangenen Frühjahr war schliesslich erfolgreich. Sie brachte die Gründung der öffentlich-rechtlichen Anstalt Sanadura und eine Leistungsvereinbarung im Umfang von 19,5 Millionen Franken bis Ende 2026 mit sich.
Wie Sanadura funktioniert
Die seit dem 1. April 2026 aktive öffentlich-rechtliche Anstalt besteht aus einem Verwaltungsrat und einem Gesundheitsrat. Der Erstgenannte übernimmt die strategische und betriebliche Führung der Gesundheitsversorgung. Der Gesundheitsrat besteht aus elf Personen - einer Vertretung pro Gemeinde - und trägt die politisch-strategische Verantwortung.
Seit dem 1. April ist Sanadura für die Erbringung der Gesundheitsdienstleistungen im Oberengadin verantwortlich. Sie erbringt die Leistungen entweder selbst oder kauft diese von Dritten ein. Die zwei Altersheime werden von dieser Anstalt betrieben, während die spitalärztlichen Leistungen über eine Leistungsvereinbarung mit der Gesellschaft Spital Oberengadin sichergestellt werden, die zur Gruppe des Kantonsspitals Graubünden gehört.


















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