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Keystone-SDA | Samstag, 21. Februar 2026

Zwölf Jahre nach ihrem Rücktritt ist sie endlich Olympionikin

Sie hat einst auf Rat ihrer Oma vom Eishockey zum Eisschnelllauf gewechselt. Im dritten Anlauf und nach fünfjähriger Auszeit klappt es für Kaitlyn McGregor endlich mit der Olympia-Teilnahme.

Kaitlyn McGregor stammt aus einer kanadischen Eishockey-Familie. Vater Mark führte einst als Trainer den SC Herisau in die damalige Nationalliga A, Bruder Ryan spielte in diversen Schweizer Nachwuchsauswahlen und später für die Rapperswil-Jona Lakers in der Swiss League. Auch Kaitlyn schlug diesen Weg ein - mit Erfolg. 2010 gehörte sie wie der heutige Nati-Captain Lara Stalder der Schweizer U18-Auswahl an, die die WM der Division 1 gewann. Schon damals war Kaitlyn für ihre Schnelligkeit auf dem Eis bekannt.

Zum Eisschnelllaufen fand die bald 32-jährige Zürcherin durch ihre Grossmutter. "Als sich meine Oma aus Kanada 2006 die Olympischen Spiele anschaute, sah sie Cindy Klassen, die früher auch Eishockey spielte und in Turin fünf Medaillen gewann", erzählt McGregor gegenüber Keystone-SDA. Begeistert habe ihre Oma alle Zeitungsartikel gesammelt und sie zusammen mit einem Brief in die Schweiz geschickt. "Sie schrieb mir: Ich glaube, du kannst das auch." Wenig später stand Kaitlyn auf dem Zürcher Dolder und drehte ihre ersten Runden auf dem Eis.

Sich neu erfunden

Zunächst war das ständige im Kreis fahren gewöhnungsbedürftig, doch bald zeigte sich ihr Talent. An der Junioren-WM 2013 gewann sie drei Medaillen. Sie brach alle Schweizer Rekorde im Nachwuchs, später auch bei der Elite. Ihr grosses Ziel, 2014 in Sotschi als erste Schweizerin im Eisschnelllauf zu starten, verpasste sie jedoch knapp.

Das nagte an der ehrgeizigen Zürcherin, so sehr, dass sie eine einjährige Pause vom Sport einlegte. Daraus wurden letztlich fünf Jahre. Während dieser Zeit liess sie sich in Kanada zur Yogalehrerin ausbilden, später folgte in der Schweiz eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin. Niemand, auch sie selbst nicht, rechnete damit, dass sie jemals wieder wettkampfmässig Eisschnelllauf betreiben würde.

Als der Funke wieder übersprang

Erst als sie 2018 Livio Wenger beim olympischen Massenstartrennen in Pyeongchang als Vierter fast eine Medaille gewinnen sah, keimte der Gedanke auf, selbst zurückzukehren. Ein Jahr später begleitete sie ihren Vater etwas zufällig zu einem Leadership-Kurs an ihren alten Trainingsort in Inzell. "Plötzlich war der Funke wieder da", erinnert sie sich. Sie drehte erste Runden auf dem Eis und entschied sich, noch einmal den Anlauf für Olympia zu wagen.

Für die Spiele 2022 in Peking reichte es noch nicht, doch zwölf Jahre nach ihrem Rücktritt ist McGregor wieder in der Weltspitze. In dieser Saison belegt sie in der Weltcup-Gesamtwertung im Massenstart Rang 9, über 1500 m den 11. Platz. Damit ist sie derzeit die erfolgreichste Schweizer Eisschnellläuferin.

Den Traum erfüllt

Im dritten Anlauf hat es nun endlich geklappt: Im Massenstartrennen am Samstag vertritt sie zusammen mit Ramona Härdi die Schweiz. Es wird bereits McGregors vierter Start in Mailand sein, nach den Rennen über 3000, 1000 und 1500 m. Im Gegensatz zu Livio Wenger zählen die Schweizer Frauen nicht zu den Medaillenkandidatinnen. In erster Linie geht es für sie darum, die Halbfinals zu überstehen. Aber McGregor sagt auch: "Im Massenstart kann vieles passieren, man weiss nie."

Für sie zählen an den Winterspielen ohnehin nicht nur die Ergebnisse, sondern vor allem der Weg, den sie selbst gegangen ist. Vor Ort kann sie auf die Unterstützung ihrer Familie zählen. Ihre Grossmutter ist mittlerweile verstorben, doch "sie schaut mir hoffentlich von oben zu und fiebert mit mir mit".

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