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250 Menschen demonstrieren in St. Gallen gegen Rechtsextremismus
Am Donnerstagabend haben rund 250 Menschen in St. Gallen gegen Rechtsextremismus demonstriert. Auslöser dafür war ein geplanter Vortrag über die neue Rechte, der aufgrund von Aufrufen rechtsextremer Gruppierungen verschoben wurde.
An der Kundgebung vor dem Vadian-Denkmal in der St. Galler Altstadt warnten Redner vor der Bedrohung der offenen Gesellschaft durch Rechtsextremismus. Vertreter von menschenverachtenden Positionen würden vermehrt selbstbewusst durch die Strassen laufen. Dem müsse entschieden entgegengetreten werden.
Auf Plakaten waren durchgestrichene Hellebarden sowie Slogans wie "St. Gallen bleibt bunt und stabil" oder "St. Gallen gegen rechts" zu sehen. Die Kundgebung verlief friedlich.
Rechtsextreme an Demo von Impfkritikern
Ursprünglich hatten die Grünen St. Gallen einen Vortrag über den Aufstieg der neuen Rechten in der Schweiz geplant. Hintergrund war eine von der Bewegung Mass-Voll organisierte Demonstration vom 14. Februar in St. Gallen, bei der zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Gruppierung Junge Tat mitmarschierten. Einige hielten Hellebarden in den Händen.
Auf Telegram reagierten die Gruppen "Schweizer Nationalisten" und "Active Club Helvetia" auf den geplanten Anlass der Grünen. "Vielen Dank für die nette Einladung. Wir Nationalisten nehmen sie gerne an und kommen zahlreich", hiess es auf den entsprechenden Telegramkanälen. Dies veranlasste die Veranstalter schliesslich, den Anlass aus Angst vor Störaktionen zu verschieben.
Danach rief ein Bündnis verschiedener Gruppierungen - darunter Grüne, SP, Juso, Omas gegen Rechts oder der Gewerkschaftsbund - zu einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus auf. Auf einem Flyer hiess es: "Lassen wir uns nicht in die Defensive drängen, nicht einschüchtern und uns von irgendwelchen rechten Hetzern diktieren, was wir zu veranstalten haben und was nicht."
















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