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Olma Messen St.Gallen sind zufrieden mit den Finanzzahlen 2025
Am Donnerstag haben die Olma Messen St. Gallen AG an der Bilanzmedienkonferenz über das Geschäftsjahr 2025 orientiert. Im Raum Stand die Frage, wie das Unternehmen in finanzieller Hinsicht dasteht.
Verwaltungsratspräsident Thomas Scheitlin, CEO Christine Bolt und CFO Stefan Saxer begrüssten die Medien am Donnerstag zur "Bilanzmedienkonferenz" auf dem Olma-Gelände. Und zwar in guter Stimmung. So sagte Stefan Saxer vor dem Anlass: "Ich habe Positives zu verkünden." Und zu Beginn der Präsentation doppelte Thomas Scheitlin nach: "Die Olma Messen sind auf Erfolgskurs. Sie sehen deshalb einen freudigen Verwaltungsratspräsidenten vor sich."
Trotz Verlust auf gutem Weg
Gemäss Unterlagen schliessen die Olma Messen das Geschäftsjahr 2025 mit einer "markanten Verbesserung des operativen Ergebnisses" ab. Das Umfeld bleibe zwar anspruchsvoll, trotzdem habe sich der Ebitda, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, um 47 Prozent auf 5,9 Millionen Franken erhöht. Im Vergleich dazu betrug diese Kennzahl, welche Auskunft über die Ertragskraft gibt, im vorigen Jahr 4,0 Millionen Franken.
Die Erfolgsrechnung weise zudem wieder ein positives operatives Ergebnis aus: 0,4 Millionen Franken im Gegensatz zu minus 1,2 Millionen Franken im Vorjahr. Der Betriebsertrag war zwar rückläufig (29,1 Millionen im Vergleich zu 31,8 Millionen im Jahr zuvor), was aber auf unterschiedliche Abrechnungsmodelle im Veranstaltungsbereich zurückzuführen sei. Der Jahresverlust halbierte sich von 3,7 Millionen auf 1,8 Millionen Franken.
Scheitlin, Bolt und Saxer sprachen von einer "soliden Bilanz" und waren sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis des vergangenen Jahres. Der Verlust entspreche der langfristigen Finanzplanung, betonten sie. Dank der vierten Tranche der Kapitalerhöhung von 1,8 Millionen Franken verfügten die Olma Messen weiterhin über eine solide Eigenkapitalbasis von 30 Prozent und eine verbesserte Liquidität. Alle Covid-Unterstützungskredite hätten zurückbezahlt werden können.
In den kommenden Geschäftsjahren rechnen die Olma Messen damit, dass sich die Jahresverluste stetig reduzieren und mittelfristig schwarze Zahlen geschrieben werden. "Wenn nichts Unvorhersehbares geschieht, dann sind wir auf gutem Weg", sagte Bolt. Und Saxer schob nach der Veranstaltung nach: "Es ist einfach wichtig, einen Plan zu haben. Und den haben wir." Aufgrund der detaillierten Planung würde die Geschäftsleitung sofort merken, wenn etwas nicht gut laufe. Aber eben: Von den Finanzen her lägen die ersten zwei Monate des laufenden Jahres über den Erwartungen oder, wie es Stefan Saxer auch noch ausdrückt: "Wenn’s läuft, dann läuft's."
Neue Strategie und Transformation zeigen Wirkung
Die eingeschlagene Wachstumsstrategie und die umfassende Transformation der letzten Jahre seien weitgehend abgeschlossen und zeigten nun ihre messbare Wirkung, war der Tenor an der Medienkonferenz. "Die Flexibilität unserer Organisation, die konsequente Markt- und Kundenorientierung sowie neue Produkte und Veranstaltungen zahlen sich aus", hiess es etwa von Christine Bolt. Das belegten die starken Kennzahlen ebenso wie die positive Resonanz der Kundinnen und Kunden.
Diese wurden durch mehrere Videos mit positiven Statements und Stimmungsbildern von Veranstaltungen unterstrichen. Laut Unterlagen verzeichneten die Olma Messen 2025 620'000 Besucherinnen und Besucher, fünf Eigenmessen sowie 119 Veranstaltungen: Neben Olma und Offa Veranstaltungen wie Tier und Technik, Gastia oder die OBA.
Als weitere Höhepunkte des letzten Jahres nannte Christine Bolt die strategische Partnerschaft mit den FC St. Gallen Frauen, die Premiere des Olma Openair oder das 100-Jahr-Jubiläum von Camion Transport, einer Veranstaltung, die von den Olma Messen als Generalunternehmerin von der Konzeption bis zur Umsetzung realisiert worden sei. Darüber hinaus hätten die Olma Messen gemeinsam mit Stadt und Kanton St. Gallen die Zusage für die Austragung der Berufsmeisterschaften Swiss Skills 2029 erhalten.
Für das laufende Jahr kündigte Bolt neue Veranstaltungen wie die Premiere des ersten "Schlagerfestival St. Gallen" an.
Thomas Scheitlin hört auf
Am Ende der Konferenz kam Thomas Scheitlin auf seinen bevorstehenden Rücktritt als Verwaltungsratspräsident zu sprechen. Dafür sei jetzt, nach 19 Jahren, ein guter Zeitpunkt, hielt er fest. "Mit der neuen Wachstumsstrategie haben wir die Grundlagen für die Zukunft geschaffen", sagte er und hob hervor, dies sei angesichts der fordernden Umstände nur dank des grossen Engagements von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung möglich gewesen. "Heute ist das Unternehmen gefestigt, gleichzeitig beweglich und bereit für die nächste Entwicklungsmöglichkeit."
Als Nachfolger nominiert ist Markus Streckeisen. Dessen Wahl wird an der dritten ordentlichen Generalversammlung vom 14. April 2026 erfolgen.
















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