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Keystone-SDA | Donnerstag, 19. März 2026

Regierung genehmigt Massnahmen am Gletschersee in Surses

Die Bündner Regierung segnet die bereits umgesetzten "Sofortmassnahmen Überwachung Gletschersee Calderas" in der Gemeinde Surses ab. Dies, nachdem es 2024 zu einem plötzlichen Abfliessen des Wassers aus dem See gekommen war.

An die veranschlagten Kosten von 35'000 Franken spricht sie einen Kantonsbeitrag von höchstens 28'000 Franken. Den Beitrag an das Projekt leistet sie gemäss der NFA-Programmvereinbarung mit dem Bund im Bereich "Schutzbauten Wald".

Laut Mitteilung war es im Juni 2024 zu einem spontanen Abfluss aus dem Gletschersee Calderas gekommen. Dank der sofortigen Intervention der Feuerwehr konnten die Gebäude bei Tigias auf der Alp Flix grösstenteils vor Schäden bewahrt werden.

Wasserdurchbruch im Frühsommer

Im Rahmen der Ereignisanalyse sei erkannt worden, dass sich im Winter eine "Wechte" über dem natürlichen Ausfluss des Sees gebildet hatte. Diese habe den Abfluss gestaut und den Seespiegel während der Schneeschmelze ansteigen lassen.

Im Frühsommer sei es dann zu einem plötzlichen Wasserdurchbruch durch die Wechte gekommen. Der See habe sich wieder auf sein ursprüngliches Niveau abgesenkt. Die abfliessenden Wassermassen hätten in grossem Umfang Geschiebe in Bewegung gebracht, was zu Murgängen und Geschiebetransport geführt habe.

Situation kann sich wiederholen

Eine ähnliche Situation könne bereits im nächsten Winter oder Frühsommer wieder auftreten, schreibt die Regierung weiter. Deshalb seien umgehend Sofortmassnahmen umgesetzt worden.

Es sei eine Überwachungskamera sowie Schneepegel installiert worden. "Damit kann künftig beobachtet werden, ob sich während der Schneeschmelze ungewöhnlich viel Wasser im See ansammelt und wie gross eine mögliche Wechte beim Abfluss ist", heisst es in der Mitteilung.

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