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Wirtschaft
Keystone-SDA | Donnerstag, 07. Mai 2026

Avolta wächst organisch - Umsatz in Franken rückläufig

Die auf Flughafen-Shops spezialisierte Avolta hat im ersten Quartal 2026 organisch weiter zugelegt. Ein stark negativer Währungseffekt sorgte aber für einen Umsatzrückgang in Franken.

Der Ausblick wird durch den Iran-Krieg getrübt. Die Finanzziele bis 2027 wurden dennoch bestätigt.

Der Umsatz (core) sank um 4,8 Prozent auf 2,91 Milliarden Franken, wie der Basler Konzern am Donnerstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen resultierte allerdings ein Wachstum von 4,0 Prozent. Der Währungseffekt fiel mit -8,8 Prozent also stark negativ aus.

Das organische Wachstum lag bei 4,7 Prozent - nach 5,7 Prozent im vierten Quartal 2025. Die mittelfristige Zielbandbreite von 5 bis 7 Prozent wurde damit verfehlt. Ohne das Geschäft im Nahen Osten hätte das organische Wachstum allerdings bei 5,9 Prozent gelegen, betont das Unternehmen.

Der Betriebsgewinn (core EBITDA) sank auf 190 Millionen von 196 Millionen Franken. Zu konstanten Wechselkursen resultierte allerdings ein Plus von 8,4 Prozent. Die entsprechende Marge stieg auf 6,6 von 6,4 Prozent.

Die Prognosen der Analysten (AWP-Konsens) wurden damit beim organischen Wachstum etwas übertroffen. Der negative Währungseffekt sorgte aber dafür, dass der Umsatz und EBITDA in Franken ganz leicht unter den Erwartungen lagen.

Ziele bis 2027 bestätigt

Das organische Wachstum habe sich trotz der Belastungen durch den Konflikt im Nahen Osten und eines zeitlichen Effekts rund um Ostern als widerstandsfähig erwiesen, heisst es im Communiqué. Für März und April zusammen geht Avolta von einem organischen Wachstum von rund 3 Prozent aus, inklusive eines geschätzten negativen Effekts aus dem Nahost-Konflikt von 3 Prozent.

Die Profitabilität habe dank einer disziplinierten Umsetzung im gesamten Geschäft verbessert werden können. Die diversifizierte globale Präsenz und die flexible Kostenbasis hätten es ermöglicht, Profitabilität und Cashflow zu schützen, wird CEO Xavier Rossinyol in der Mitteilung zitiert.

Der weitere Ausblick wird durch den Iran-Krieg getrübt. Die Visibilität bleibe vorerst begrenzt und der Krieg stelle kurzfristig weiterhin den stärksten Gegenwind dar. Der Konzern wolle daher seine Kostenbasis bei Bedarf flexibel anpassen, um Profitabilität, Cashflow und Kapitalallokation zu sichern.

Gleichzeitig dürften weiterhin die Wechselkurse belasten, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie im ersten Jahresviertel. Auf Basis der aktuellen Werte erwartet Avolta für 2026 einen negativen Währungseffekt von rund 5 Prozent.

Die mittelfristigen Ziele wurden bestätigt. Der Duty-Free-Gigant erwartet bis 2027 ein jährliches organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent - sowie eine Steigerung der Kern-EBITDA-Marge um 20 bis 40 Basispunkte pro Jahr.

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