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Wirtschaft
Keystone-SDA | Donnerstag, 28. Mai 2026

Beschäftigung im Industriesektor nimmt nach Durststrecke leicht zu

Die Beschäftigung in der Schweiz ist im ersten Quartal 2026 weiter gestiegen. Auch die Zahl der offenen Stellen nahm wieder zu, während die Aussichten am Arbeitsmarkt positiv bleiben.

In der Schweiz hat die Beschäftigung im ersten Quartal 2026 sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch verglichen mit dem Schlussquartal 2025 zugenommen. Dabei verbuchte der Industriesektor nach einer zuletzt rückläufigen Entwicklung eine leichte Aufwärtstendenz. Insgesamt werden die Beschäftigungsaussichten derweil positiv bewertet.

In den Monaten Januar bis März wuchs die Zahl der Beschäftigten in der Schweiz innert Jahresfrist insgesamt um 0,5 Prozent auf 5,537 Millionen, wie aus dem am Donnerstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Beschäftigungsbarometer hervorgeht. Und gegenüber dem Vorquartal nahm die Beschäftigung saisonbereinigt um 0,4 Prozent zu.

Getrieben wurde das Beschäftigungswachstum vom Dienstleistungssektor. Dort nahm die Zahl der Beschäftigten zum Vorjahresquartal laut den Angaben um 0,6 Prozent auf 4,409 Millionen zu. Im zweiten Sektor, also in der Industrie und im Baugewerbe, war der Zuwachs mit 0,1 Prozent auf 1,129 Millionen Beschäftigte geringer. Allerdings war die Industrie zuletzt mit einem Beschäftigungsabbau konfrontiert.

Mehr offene Stellen

Bei der Zahl der offenen Stellen wurde der Rückgang der Vorquartale ebenfalls gebremst: So meldeten die Unternehmen im ersten Quartal insgesamt 98'200 offene Stellen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 4700 Stellen beziehungsweise ein Anstieg um 5,0 Prozent, wie es weiter hiess.

Sowohl im zweiten Sektor (+6,8 Prozent) wie auch im dritten Sektor der Dienstleistungen (+4,5 Prozent) seien mehr offene Stellen gezählt worden, hielt das BFS fest. Gemessen an allen Stellen entsprach die Quote der offenen Jobs im Total 1,7 Prozent, im zweiten Sektor waren es 1,9 Prozent und im dritten Sektor 1,7 Prozent.

Positive Aussichten

Die Schwierigkeiten, Fachpersonen zu rekrutieren, nahmen laut dem BFS gegenüber dem Vorquartal ab. Gewichtet nach der Anzahl der Beschäftigten, meldeten 34,3 Prozent der Firmen Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifizierten Arbeitskräften. Das ist ein Rückgang von 2 Prozentpunkten zum Vorquartal. Sowohl für den zweiten als auch für den dritten Sektor habe sich die Lage dabei entspannt.

Derweil entwickelten sich die kurzfristigen Beschäftigungsaussichten weiterhin positiv, so das BFS. Der Anteil der Firmen, die eine Aufstockung des Personals planen, stieg gegenüber dem Vorquartal leicht auf 10,1 Prozent, derjenige, die einen Abbau ins Auge fassen, sank leicht auf 5,2 Prozent. Damit stieg der Indikator für die Beschäftigungsaussichten leicht auf 1,03.

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