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Das Ende einer Ära zeichnet sich ab
Das WM-Aus gegen Spanien könnte für Belgien das Ende einer Ära bedeuten. Die goldene Generation der "Roten Teufel" steht vor dem Abschied.
Wegen der sogenannten goldenen Generation gehörte Belgien in den letzten Jahren bei den grossen Turnieren stets zu den Mitfavoriten. Während Vincent Kompany, Eden Hazard oder Belgiens Rekordspieler Jan Vertonghen bereits zurückgetreten sind, blieben von dieser Generation an dieser Fussball-WM noch Kevin De Bruyne, Romelu Lukaku und Goalie Thibaut Courtois übrig.
Der 35-jährige De Bruyne konnte allerdings nicht kaschieren, dass er nicht mehr ganz auf seinem früheren Topniveau ist. Im Achtelfinal gegen die USA (4:1) sass er gar während der gesamten Partie auf der Bank. Der 33-jährige Lukaku erzielte zwar drei Tore, stand jedoch nur beim 0:0 gegen den Iran in der Startelf.
Der 34-jährige Courtois, der wie De Bruyne und Lukaku seine vierte WM bestritt, war zwar nach wie vor die unbestrittene Nummer 1 im Tor, wurde gegen Spanien aber in der 71. Minute wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt. Dabei konnte er seine Tränen nicht unterdrücken. Nach der Partie sagte er, dass er keine langen Abstösse mehr habe machen können, sich ansonsten aber okay gefühlt habe. "Ich wollte weitermachen, aber der Trainer wollte Spieler, die zu 100 Prozent fit sind, das akzeptiere ich." Bitter aus belgischer Sicht: Courtois' Ersatz Senne Lammens wehrte vor dem 1:2 durch Mikel Merino (88.) einen Weitschuss von Pedri ungenügend ab.
Es würde nicht überraschen, wenn das verbliebene Trio sein letztes grosses Turnier gespielt hätte. In diesem Fall würde jene Generation, die als talentierteste Generation in der Geschichte Belgiens bezeichnet wird, ohne Titel bleiben. Einem solchen Erfolg kam sie an der WM 2018 am nächsten, als sie im Halbfinal mit 0:1 an Frankreich scheiterte. An Europameisterschaften waren die Viertelfinals das höchste der Gefühle.
Ein Fragezeichen steht auch hinter der Zukunft von Trainer Rudi Garcia, läuft doch der Vertrag des 62-Jährigen Ende Juli aus. Es würde allerdings nicht überraschen, wenn er den Neuaufbau weiter gestalten dürfte. Seit er im Januar 2025 das Amt übernommen hat, verloren die "Roten Teufel" nur zwei von 20 Partien – das erste und das letzte.
Weil die Belgier den Spaniern alles abforderten, hielt sich die Enttäuschung bei Garcia in Grenzen. Auch bei den Fans überwog der Stolz über das Erreichte, umso mehr, als im Viertelfinal mit Amadou Onana und Youri Tielemans wichtige Spieler fehlten und dann wie erwähnt auch noch Courtois ausfiel.
Für Aussenverteidiger Timothy Castagne ist das allerdings keine Entschuldigung für die Niederlage: "Ausfälle und Verletzungen gehören nun einmal dazu. Wir hätten mit der Mannschaft, die wir haben, ohnehin besser abschneiden müssen. Wir waren nicht gefährlich genug." Nun liegt es an der nächsten Generation, das zu ändern. An Talenten fehlt es jedenfalls nach wie vor nicht.

















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