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Der FC Basel entlässt Trainer Lichtsteiner
Der FC Basel trennt sich nach gut sieben Monaten bereits wieder von Stephan Lichtsteiner.
Der 42-jährige Luzerner habe die Mannschaft nicht so weiterentwickelt wie erhofft, heisst es in der Mitteilung des Super-League-Klubs.
Bereits seit einiger Zeit war im Umfeld des FC Basel zu hören, dass Stephan Lichtsteiner intern unter Druck sei. Zwar dementierte der Klub diesbezügliche Medienberichte. Die letzten zwei Partien in der Super League hatten aber die Situation von Lichtsteiner nochmals schwieriger gemacht. Zweimal innerhalb von drei Tagen verlor der FCB daheim nach Vorsprung (1:3 gegen Lugano und 1:2 gegen Sion).
Verwaltungsratspräsident David Degen bedauert die Entlassung. Er erklärte, man habe trotz der enttäuschenden Rückrunde im letzten Halbjahr "Stephan Lichtsteiner und seinem Trainerteam am Ende der Saison das volle Vertrauen ausgesprochen". "Gleichzeitig war dieses Vertrauen aber mit der Erwartung verbunden, dass mittelfristig eine klare sportliche Weiterentwicklung und eine sichtbare Aufwärtstendenz erkennbar werden."
Erst Ende Januar dieses Jahres hatte Lichtsteiner die Nachfolge des entlassenen Ludovic Magnin angetreten. Der 108-fache Schweizer Nationalspieler trat den schwierigen Job mit nur kleiner Erfahrung als Cheftrainer an. Der Sprung war gewaltig: vom Erstligisten Wettswil-Bonstetten zum FC Basel. Der Start misslang gewaltig. Lichtsteiner verlor mit seinem neuen Team innerhalb von einer Woche die ersten drei Partien und schied sowohl im Cup als auch in der Europa League aus. Am Ende der Rückrunde, die vor allem zum Schluss hin enttäuschend verlief, sprang in der Super League nur der 5. Platz heraus. Der Europacup wurde verpasst.
Das angekündigte langfristige Projekt mit Lichtsteiner (Vertrag bis Sommer 2029) war schon nach einem halben Jahr in Gefahr geraten, zumal Sportchef Daniel Stucki, der den langjährigen Captain der Nationalmannschaft nach Basel gelotst hatte, Ende Juni den Klub verliess. Unglückliche Aussagen, eine manchmal gar negative Körpersprache, diskutable personelle Entscheidungen und vor allem die letzten Resultate mit nur einem Punkt aus den letzten drei Partien sorgten für das vorzeitige Ende des Projekts mit dem so verdienstvollen Spieler, aber auch unerfahrenen Trainer.
Neben Lichtsteiner muss auch Assistent Mario Cantaluppi seinen Posten räumen. Bis ein Nachfolger als Chefcoach gefunden wurde, übernimmt Luigi Noccentini, einer der anderen bisherigen Assistenten, ad interim die Verantwortung für die Mannschaft. Am Sonntag steht mit dem Gastspiel in Luzern die nächste Aufgabe für Xherdan Shaqiri und Co. an.


















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