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Keystone-SDA | Samstag, 05. September 2026

Die Crème de la Crème des Schwingsports zu Gast am Zürichsee

Am Samstag steht mit dem 18. Kilchberger Schwinget der Höhepunkt der Schwing-Saison im Programm. Ein Überblick vor dem Fest mit eidgenössischem Charakter.

Das Fest

1927 von Emil Huber ins Leben gerufen, messen sich seither die besten Schwinger des Landes im Sechs-Jahres-Rhythmus beim Kilchberger Schwinget am Westufer des Zürichsees. Wie das zweitägige Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) und das Unspunnen in Interlaken gehört es zu den Festen mit eidgenössischem Charakter, an dem sich die gesamte nationale Elite aus allen Landesteilen misst.

Es kommt stets im Jahr nach dem alle drei Jahre stattfindenden ESAF zur Austragung und wechselt sich mit dem Unspunnen ab. Während beim Eidgenössischen rund 270 Schwinger antreten und in Interlaken deren 120 am Start sind, dürfen die fünf Teilverbände für das Kilchberger insgesamt nur 60 Schwinger selektionieren. An keinem anderen Fest ist die Dichte an Topschwingern grösser.

Die Arena

Auf dem Hof Stockengut hoch über dem Zürichsee bietet die errichtete Arena um die lediglich zwei Sägemehlringe Platz für rund 10'000 Zuschauer. Diese folgen einer Einladung - einen öffentlichen Ticketverkauf gibt es am Kilchberger nicht. Zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zugänglich ist jedoch das Festgelände, das bisher ebenfalls nur geladenen Gästen vorbehalten war.

Die Preise

Anders als am ESAF gibt es am Kilchberger keine Kränze zu gewinnen - es zählt nur der Sieg. Der Gewinner der 18. Austragung erhält den Siegermuni "Ultimo". Das vierjährige Braunvieh bringt es auf ein Gewicht von 1,2 Tonnen und hat einen Gegenwert von 8000 Franken. Mit vier weiteren Rindern sowie einem Fohlen gibt es insgesamt sechs Lebendpreise.

Jeder der 60 Teilnehmer erhält eine Gabe aus dem Gabentempel, die mindestens 1000 Franken Wert hat. Zudem wird am Kilchberger der Schönschwingerpreis an jenen Athleten vergeben, der während des ganzen Tages besonders ansehnlichen und attraktiven Schwingsport zeigt. Gewählt wird er von einer Jury bestehend aus allen Kilchberger Siegern sowie den Schwingerkönigen.

Die Sieger

Bei der letzten Austragung im Jahr 2021 - das Fest musste aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden - gab es gleich drei Gewinner. Die Nordostschweizer Samuel Giger und Damian Ott teilten sich den Festsieg mit dem Berner Fabian Staudenmann. Es war das erste Mal in der knapp 100-jährigen Geschichte des Kilchberger Schwingets, dass es einen Co-Sieg gab.

Den prestigeträchtigen Sieg holten sich in diesem Jahrtausend auch die Schwingerkönige Matthias Sempach (2014), Christian Stucki (2008) und Jörg Abderhalden (2002). Karl Meli ist der einzige Schwinger, der zweimal Kilchberger-Sieger wurde. Der 2012 verstorbene Winterthurer siegte am Zürichsee 1967 und 1973.

Die Favoriten

Topfavorit ist Fabian Staudenmann. Der Berner hat in dieser Saison sechs Kranzfeste gewonnen und triumphierte an den letzten fünf Festen, an denen er teilnahm. Mit Michael Moser hat der Bernisch-kantonale Verband einen zweiten Schwinger in seinen Reihen, der zum engsten Favoritenkreis zählt. Die Nordostschweizer halten mit Schwingerkönig Armon Orlik, Werner Schlegel, Damian Ott und Samuel Giger dagegen.

Alles andere als ein Berner oder Nordostschweizer Sieg wäre eine Überraschung. Diese streben die Innerschweizer mit Lukas Bissig, die Nordwestschweizer mit Nick Alpiger und Sinisha Lüscher sowie die Südwestschweizer mit Romain Collaud und Lario Kramer an.

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