Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Die Schweiz kann sich den Gruppensieg sichern
Am Freitag- und am Dienstagabend stehen für das Schweizer Fussballnationalteam der Frauen die letzten Spiele der ersten WM-Qualifikationsphase an. Siege gegen Malta und Nordirland sind Pflicht.
Es ist ein wichtiges Spiel, das dem Schweizer Frauennationalteam am Freitag bevorsteht. In Lugano trifft die Equipe von Trainer Rafel Navarro auf Malta. Ein Sieg ist als Weltnummer 25 gegen die um 66 Ränge schlechter klassierten Gäste Pflicht. Auch gegen Nordirland am Dienstag müssen drei Punkte das Ziel sein. "Wir wollen Gruppensieger werden", sagt Alayah Pilgrim.
Bereits mit einem Sieg am Freitag würde nicht nur der Wiederaufstieg in die Liga A der Nations League feststehen, sondern auch der Gruppensieg. Das weitere Verfahren in der WM-Qualifikation würde damit zumindest im ersten Schritt vergleichsweise einfach werden.
Ein steiniger Weg an die WM
Denn nur die vier Gruppensieger der Liga A erhalten ein direktes Ticket. Alle weiteren Länder müssen sich über zwei Playoff-Runden qualifizieren. In der ersten, die im Oktober stattfindet, würde die Schweiz als Gruppensiegerin auf ein zweit- oder drittplatziertes Team der Liga B treffen. Also auf Equipen, die in der Tendenz schwächer als die Schweiz einzuschätzen sind.
Überholt die Türkei die Schweiz noch - aktuell haben die Türkinnen drei Punkte Rückstand - wird der Weg bereits in der 1. Playoff-Runde schwieriger. Denn dann trifft das Team um Captain Lia Wälti entweder auf eines der vier viertplatzierten Teams der Liga A oder auf einen Gruppensieger der Liga B.
In der zweiten Playoff-Runde treffen die Sieger der ersten Playoff-Runde aufeinander. Sehr wahrscheinlich also, dass sich die Schweiz - Gruppensiegerin hin oder her - spätestens dann gegen eine Topnation behaupten müsste. Nach diesen Spielen würden für die Schweiz allenfalls gar noch interkontinentale Playoffs warten.
Neues Stadion wird eröffnet
Doch so weit in die Zukunft schauen will Ana-Maria Crnogorcevic zwei Tage vor dem Spiel gegen Malta noch nicht - obschon sie kein Geheimnis daraus macht, sich mit der Schweiz für die WM qualifizieren zu wollen. "Ziel sind jetzt sechs Punkte. Dann schauen wir weiter, was die Auslosung bringt, welche Gegner es treffen könnte", sagt die Rekord-Nationalspielerin im Rahmen eines Medientermins.
Jetzt liege der Fokus aber auf dem Spiel im Tessin, bei dem die Schweizerinnen das neue Stadion in Lugano eröffnen dürfen. Eine "grosse Ehre", wie Crnogorcevic sagt. Auch Riola Xhemaili ist dieser Meinung: "Ich finde es schön, dass wir als Frauen-Nati das Stadion eröffnen dürfen. Ich hoffe, das es viele Leute gibt, die ans Spiel kommen."
Und auch ansonsten freuen sich die Spielerinnen laut Xhemaili auf die Partie - weil selten in Lugano gespielt werde. Wie der Schweizerische Fussballverband schreibt, ist es 20 Jahre her, seit die Nati letztmals im Tessin auflief.

















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar