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Fehlentscheidungen führen zu Defizit bei Freestyle-WM in St. Moritz
Eine Summe von Fehlentscheidungen hat bei der Freestyle-Weltmeisterschaft im März 2025 in St. Moritz zu einem Defizit von 4,7 Millionen Franken geführt. Dies ist das Fazit einer externen Analyse, die am Mittwoch in der Sitzung des Gemeinderates von St. Moritz vorgestellt wurde.
Die Freestyle-Weltmeisterschaft war eine Premiere für das Engadin. Vom 17. bis 30. März 2025 traten 1800 Athletinnen und Athleten in 17 Disziplinen in den Gebieten Corviglia, Corvatsch und auf der ehemaligen Olympiaschanze in St. Moritz gegeneinander an.
Als 2018 die Arbeit an dem Projekt begann, belief sich das Budget für die Kandidatur auf 13 Millionen Franken. Die Schlussabrechnung zeigte schliesslich Kosten von fast 26 Millionen Franken. Mit einem Defizit von 4,7 Millionen Franken wurde das Worst-Case-Szenario noch übertroffen. Die für die Weltmeisterschaft geschaffene Organisation konnte einen Konkurs nur abwenden, weil mehrere Partner, darunter die Gemeinden, auf ihre Kredite verzichteten.
Angesichts dieser Situation forderte ein Grossteil der Gemeinderäte Klarheit, um für die Organisation künftiger Grossanlässe zu lernen. Eine externe Firma wurde daher mit einer Analyse beauftragt.
Interessenkonflikte und mangelnde Transparenz
"Es war die Summe verschiedener Fehlentscheidungen über mehrere Jahre hinweg, die dazu führte, dass 26 Millionen Franken für diesen Event ausgegeben wurden", fasste Jen Frei von PwC, der Firma, die die Analyse durchführte, kurz zusammen. Ein Teil des Defizits sei durch zu grossen Optimismus entstanden. Die Organisatoren orientierten sich bei der Budgetierung nämlich an der Alpinen Ski-WM 2017 in St. Moritz. "Diese Rennen sind in der Durchführung weniger komplex, betreffen weniger Austragungsorte und es gibt weniger Disziplinen", so Frei weiter.
Der Anstieg der Teilnehmerzahl von 800 auf 1'800 verursachte Mehrkosten von 2,3 Millionen Franken. Die Berechnung der verkauften Tickets basierte auf den Kapazitäten statt auf der Nachfrage, was zu geringeren Einnahmen führte.
Auch auf der Führungsebene wurden Probleme festgestellt. "Im Vorstand, in der Geschäftsleitung, aber auch bei externen Unternehmen gab es Doppelrollen. Es bestanden einige Zielkonflikte und die Transparenz war nicht immer gewährleistet."
Ebenso wurden Mängel beim Abschluss von Verträgen festgestellt. "Zentrale Kostentreiber hätten besser abgesichert werden müssen. Nach dem Event sind noch Rechnungen von mehreren 100'000 Franken eingetroffen", so Frei. Teilweise hätten Verträge gefehlt oder seien nur mittels E-Mails abgemacht worden.

















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