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Wirtschaft
Keystone-SDA | Donnerstag, 11. Juni 2026

Festhypotheken dürften kaum günstiger werden

Festhypotheken dürften in der Schweiz vorerst kaum günstiger werden. Nach Einschätzung von Comparis sprechen die Bedingungen an den Kapitalmärkten eher für stabile bis leicht höhere Richtzinsen.

Zwar bleibe das Umfeld im Inland vergleichsweise günstig: Die Inflation sei moderat, die Wirtschaft robust und die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank locker, so der Vergleichdienst in einer Mitteilung vom Donnerstag. Dennoch verhinderten steigende langfristige Renditen einen deutlichen Rückgang der Hypothekarzinsen.

Für zehnjährige Festhypotheken lagen die Richtzinsen per 8. Juni bei 1,86 Prozent. Damit notierten sie leicht tiefer als Anfang Jahr. Gleichzeitig seien die Renditen zehnjähriger Bundesobligationen gestiegen, während sich die Refinanzierungskosten der Banken kaum verändert hätten.

Belastend wirken laut Comparis vor allem die hohen Staatsschulden in den USA und Europa sowie geopolitische Risiken. Bei einer Eskalation im Nahen Osten könnten Energiepreise und Inflationserwartungen wieder steigen. Hypothekarnehmende sollten deshalb nicht auf deutlich tiefere Zinsen setzen, wird Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert zitiert. Ein markanter Rückgang sei nur bei einer unerwartet starken Konjunkturabkühlung wahrscheinlich.

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