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Keystone-SDA | Freitag, 24. April 2026

Klimabeiträge bei Onlinekäufen in der Schweiz rückläufig

Immer weniger Onlinekäuferinnen und -käufer in der Schweiz sind bereit, freiwillig fürs Klima zu zahlen. Beim Branchenführer Digitec Galaxus ist der Anteil entsprechender Beiträge weiter gesunken.

Immer weniger Kundinnen und Kunden in der Schweiz leisten beim Onlinekauf nach Angaben des Schweizer Online-Shop-Martkführers Digitec Galaxus freiwillige Beiträge fürs Klima. Der Anteil entsprechender Zahlungen bei Bestellungen ist im ersten Quartal 2026 weiter gesunken.

Aktuell enthielt nur noch rund 9 von 100 Bestellungen in der Schweiz einen freiwilligen Klimabeitrag, teilte Galaxus am Freitag mit. 2022 lag der Anteil noch bei knapp 12 Prozent.

Im ersten Quartal zahlte die Galaxus-Kundschaft damit rund 550'000 Franken an freiwilligen Klimabeiträgen, wie ein Firmensprecher der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage sagte.

Der Klimabeitrag bei Galaxus berechnet sich aus dem CO2-Fussabdruck eines Produkts inklusive der Lieferung multipliziert mit dem Preis für den Ausgleich einer Tonne CO2. Die Beiträge fliessen in zertifizierte Klimaschutzprojekte des Partners South Pole, die nach festgelegten Standards Emissionen reduzieren oder kompensieren.

Die Zahlen zeigen eine wachsende Lücke zwischen Umweltbewusstsein und tatsächlichem Verhalten in der Bevölkerung: Jede dritte Person in der Schweiz sah jüngst den Umwelt- und Klimaschutz als zentrale Herausforderung für die Gesellschaft. Laut einer Studie der Grossbank UBS vom vergangenen Dezember handelt es sich dabei um die zweitgrösste Sorge der Bevölkerung.

Innerhalb der Schweiz zeigen sich beim freiwilligen Klimabeitrag regionale Unterschiede: In städtischen Kantonen wie Basel-Stadt, Zürich und Bern wird der Mitteilung zufolge häufiger ein Klimabeitrag bezahlt als in ländlichen Regionen wie Appenzell Innerrhoden, Wallis oder Freiburg.

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