Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Landwirte aus der Grenzregion am Bodensee tauschen sich aus
16 Landwirte aus der Schweiz, Österreich und Deutschland haben sich ein Jahr lang bei regelmässigen Treffen ausgetauscht. Thema des mit Interreg-Gelder geförderten Programms war die "regenerative Landwirtschaft". Geprüft wird nun eine Fortsetzung.
Man habe so viel voneinander gelernt, wird einer der Teilnehmer in der Medienmitteilung der Bodensee-Stiftung zitiert. Über ein Jahr hinweg haben sich 16 Landwirtinnen und Landwirte in einer grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe über die Förderung der Fruchtbarkeit von Böden ausgetauscht.
Ziel sei es gewesen, "einen praxisnahen Raum für einen kollegialen, vertrauensvollen Austausch zu schaffen", der jenseits klassischer Fortbildungsformate funktioniere. Vertreten waren konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebe unterschiedlicher Grösse. Die Schwerpunkte lagen bei Acker-, Grünland-, Obst- und Gemüsebau.
Gegenseitige Besuche
Zum Programm gehörten gegenseitige Betriebsbesuche. Unterschiedliche Bodentypen und deren Reaktionen auf die Wetterextreme kennenzulernen, seien als grosser Mehrwert empfunden worden, heisst es in der Mitteilung.
Über die Treffen hinaus habe sich der Austausch unter den Teilnehmenden auf digitalen Kanälen intensiviert. In Messenger-Gruppen seien Fotos geteilt, Fragen diskutiert und Erfahrungen besprochen worden.
Alle Landwirtinnen und Landwirte setzten auch eigene Projekte um. Ein Bauer aus dem Thurgau versuchte etwa, mit Kompost in einem bestimmten Mischverhältnis die Boden-Pilzaktivität in seinen Streuobstwiesen zu fördern.
Das Projekt wurde durch das Regionalprogramm der EU (Interreg) Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein gefördert. Initiiert wurde es durch die Bodensee-Stiftung mit Sitz in Radolfzell D und das Regenerate Forum. Ob das Programm weitergeführt wird, ist noch offen.
















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