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Keystone-SDA | Montag, 15. Juni 2026

Leichtes Wachstum bei den herkunftsgeschützten Produkten

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen für den Export stieg die Produktion der ursprungs- und herkunftsgeschützten AOP- und IGP-Branchen im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent auf 66'520 Tonnen. Käse war dabei der Haupttreiber.

Die Käseproduktion stieg im Jahr 2025 um 1,3 Prozent, und dies trotz des starken Frankens und neuer Einfuhrzölle in den USA, wie die Schweizerische Vereinigung der AOP-IGP am Montag mitteilte. Fleischspezialitäten gingen hingegen um 1,1 Prozent zurück, während die übrigen Produktkategorien um 2 Prozent zulegten.

Auf politischer Ebene unterstützt der Verband, der die Schweizer Produktbranchen mit geschützter Ursprungsbezeichnung (AOP) oder geschützter geografischer Angabe (IGP) vertritt, die Bilateralen III mit der Europäischen Union. Er ist der Ansicht, dass ohne neue Abkommen der bilaterale Weg untergraben werde, was den Exporten schaden würde, die mehrheitlich in die EU gehen.

Der Verband hat sich zudem für den Schutz der AOP-IGP im Rahmen des Freihandelsabkommens mit den Mercosur-Ländern eingesetzt. Zwischen den beiden Parteien wurde eine Liste mit geografischen Angaben ausgetauscht, die 110 Schweizer Bezeichnungen enthält, darunter "Gruyère" und "Sbrinz".

Zudem gab es einen Wechsel an der Spitze der Organisation. Nach sechs Jahren als Präsident trat Benedikt Würth zurück. Die Freiburger Ständerätin Isabelle Chassot (Mitte) wurde einstimmig zu seiner Nachfolgerin gewählt.

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