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Keystone-SDA | Montag, 13. April 2026

Lufthansa-Streik in Deutschland auch an Schweizer Flughäfen spürbar

Wegen des Streiks bei der Lufthansa sind am Montag mehrere Flüge zwischen der Schweiz und Deutschland annulliert worden. Weil der Streik voraussichtlich noch bis Donnerstag andauern wird, dürfte es in den kommenden Tagen zu weiteren Annullierungen kommen.

Nach dem neuesten Stand am späteren Montagnachmittag hatten am Flughafen Genf drei Verbindungen nach und ab München, Frankfurt und Düsseldorf annulliert werden müssen. Die insgesamt sechs Flüge hätten am Montagvormittag stattfinden sollen, wie der Flughafen Genf auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schrieb.

Am Flughafen Zürich wurden insgesamt 12 Ankünfte und 12 Abflüge von Lufthansa und Eurowings gestrichen. Am Euroairport Basel wurden am Montag "drei annullierte Ankünfte und drei annullierte Abflüge der Lufthansa nach München" vermeldet. Zudem sei eine Verbindung zwischen Basel und Frankfurt gestrichen worden.

Auch am Dienstag wird es wegen des angekündigten Streiks zu Flugausfällen kommen: Am Flughafen Genf sind insgesamt vier Flüge - eine Verbindung nach Frankfurt, eine nach München - als gestrichen gemeldet worden. In Basel werden am Dienstag voraussichtlich erneut sechs Flüge ab und nach München gestrichen.

Fünfte Streikwelle überschattet 100. Jahrestag

Am ersten Streiktag vergangenen Freitag waren bereits hunderte Flüge ausgefallen. Der laufende Streik des Cockpit-Personals bei der Kernmarke Deutsche Lufthansa, der Lufthansa Cargo und bei der Regionaltochter Lufthansa Cityline, begann am Montag nach Mitternacht und soll am Dienstag kurz vor Mitternacht enden. Am Montag wurde zudem erstmals der Ferienflieger Eurowings für einen Tag bestreikt.

Noch vor dem Ende des laufenden Pilotenstreiks hat die Kabinengewerkschaft Ufo die Flugbegleiter zu zwei weiteren vollen Streiktagen am Mittwoch und Donnerstag bei den Gesellschaften Lufthansa und Lufthansa Cityline ausgerufen.

Mit dieser fünften Streikwelle des fliegenden Personals wird der Festakt zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa an diesem Mittwoch endgültig überschattet. Die Gewerkschaften planen eine Kundgebung vor der Unternehmenszentrale am Frankfurter Flughafen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz wird zu der Feierstunde erwartet.

Forderungen "absurd und unerfüllbar"

Hintergrund der aktuellen Piloten-Streiks sind Tarifkonflikte um die betriebliche Altersversorgung und die Vergütung bei der Regionaltochter Cityline. Es ist nach zwei Runden mit Piloten-Streiks und einem Streik des Kabinenpersonals der vierte grosse Ausstand in diesem Jahr und bereits die dritte Streikwelle in der laufenden Auseinandersetzung um höhere Betriebsrenten.

Die Lufthansa hatte die Forderungen der Piloten als "absurd und unerfüllbar" bezeichnet. Der Präsident der Gewerkschaft VC wiederum machte die Lufthansa für die erneute Streikwelle verantwortlich.

An den Flughäfen standen zum Auftakt viele Maschinen still. Allein in Frankfurt waren für die beiden Tage zusammen mehr als 1100 Starts und Landungen abgesagt worden. In München wurden 710 Flugbewegungen gestrichen.

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