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Keystone-SDA | Donnerstag, 27. November 2025

Mann bricht auf See am Bernina Pass GR im Eis ein und stirbt

Ein Mann ist am Mittwochnachmittag auf dem Lago Bianco am Bernina Pass im Kanton Graubünden im Eis eingebrochen. Der 66-Jährige starb trotz Hilfe durch die Rettungskräfte.

Gegen 17 Uhr bemerkte ein Lokomotivführer der Rhätischen Bahn in einem Loch der Eisdecke Gegenstände, wie die Kantonspolizei Graubünden am Donnerstag in einer Mitteilung schrieb. Eine Crew der Rega barg später mit einer Winde einen Mann, der mit Schneeschuhen ausgerüstet war, aus dem teilweise zugefrorenen See.

"Der Mann wurde einige Meter vom Ufer entfernt gefunden", erklärte Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. "Die Kantonspolizei rät dringend davon ab, ähnliche Aktionen durchzuführen", fuhr Walser fort.

Trotz Reanimationsmassnahmen habe der Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen können, hiess es in der Mitteilung weiter. Die Kantonspolizei Graubünden klärt zusammen mit der Staatsanwaltschaft die Umstände dieses Todesfalls ab.

Löcher und Risse im Eis

Laut Dominik Hunziker, Rettungschef des Schweizer Alpen-Clubs Sektion Bernina, ist die Eisdicke auf dem Lago Bianco sehr unregelmässig im Vergleich zum letzten Jahr. Zudem sind Löcher und Risse vorhanden.

Die Eisdicke betrage maximal fünf Zentimeter. "An der Stelle, an der der Mann eingebrochen ist, war der See seit vier Tagen zugefroren", fügte Hunziker hinzu. Der Rettungschef warnt ebenfalls davor, die Eisdecke zu betreten.

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