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Keystone-SDA | Mittwoch, 12. August 2026

Mityukov verpasst Medaille trotz Glanzzeit

Die Schweizer Schwimmer Roman Mityukov und Flavio Bucca verpassen an der EM in Paris über 200 m Rücken eine Medaille. Der Olympia-Dritte Mityukov wird mit glänzendem Schweizer Rekord Vierter.

Obwohl er seinen Schweizer Rekord mit 1:54,07 Minuten deutlich verbesserte, reichte es dem 26-jährigen Genfer Roman Mityukov im hochkarätigen Feld nur zum 4. Platz. Der fünf Jahre jüngere Thurgauer Flavio Bucca belegte in 1:56,20 den 8. Rang.

Trotz "perfektem Rennen" keine Medaille

"Das ist schrecklich", zeigte sich Mityukov nach dem Rennen gegenüber Keystone-SDA frustriert. "Bei Olympia hätte diese Zeit zum Sieg gereicht." Der Romand schwamm 76 Hundertstel schneller als bei seinem alten Schweizer Rekord, sogar deren 78 schneller als bei seiner Olympia-Bronzemedaille vor zwei Jahren, ebenfalls in Paris, aber nicht in der gleichen Halle. Dies zeigt, wie enorm hoch das Niveau in diesem EM-Final war.

Ein Trio war besser. Der ungarische Topfavorit Hubert Kos holte in 1:53,08 Gold, vor dem Griechen Apostolos Siskos und dem Italiener Thomas Ceccon. Dieser war elf Hundertstel schneller als Mityukov. Dennoch sprach der Schweizer von "einem perfekten Rennen". Leider seien die besten Rückenschwimmer Europas auch die besten der Welt. "Das ist Pech, ich werde einfach noch mehr trainieren müssen", meinte der je zweifache EM- und WM-Medaillengewinner. "Vielleicht wird ja aus dem Unglück noch etwas Gutes." Zudem erhält er über 50 und 100 m Rücken zwei weitere Chancen. "Das bringt mich sicher auf andere Gedanken."

Bucca auf der ganzen Linie zufrieden

Flavio Bucca konnte nicht mehr ganz an seinen Exploit vom Halbfinal (1:55,73) anknüpfen. Der junge Ostschweizer rückte die Relationen aber sofort wieder zurecht. "Ich kann nicht enttäuscht sein, ich hätte nicht erwartet, hier den Final zu erreichen", erklärte er. "Ich wollte es vielleicht noch etwas besser machen, bin das Rennen sehr schnell angegangen und zahlte auf den letzten 50 m dafür. Aber es ist immer noch meine zweitbeste Zeit, eine Sekunde schneller als zuvor."

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