Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Ponti betreibt Frustbewältigung auf seine Art
Noè Ponti lässt an der EM in Paris den Frust über die bittere Enttäuschung im Final über 50 m Delfin raus. Über die doppelte Distanz schwimmt der Tessiner im Halbfinal die klar beste Zeit.
Mit neuer Schwimmbrille, nachdem ihm die alte am Vorabend beim Eintauchen von der Nase gerutscht war und ihn im Final um die Medaille gebracht hatte, zeigte Ponti im 50-m-Becken in Paris eine eindrückliche Reaktion.
In 50,47 Sekunden schwamm der Olympia-Dritte von Tokio über 100 m Delfin die beste Zeit aller Vorläufe und so schnell wie noch nie in diesem Jahr, im Halbfinal steigerte er sich auf 50,21 und war damit erneut der Schnellste. "Ich wollte schnell schwimmen, um diese Negativität loszuwerden", sagte Ponti.
Auch seine grössten Rivalen sicherten sich souverän das Finalticket. Der Ungar Kristof Milak, Olympiasieger von Paris in dieser Disziplin und vor Ponti der schnellste Europäer in diesem Jahr, schwamm in 50,50 die zweitbeste Zeit, vor dem Franzosen Maxime Grousset (50,78). Letzterer war 2025 vor Ponti Weltmeister geworden. Gold auf der Langbahn fehlt dem Tessiner noch.
Restliche Schweizer geschlagen
Die weiteren Schweizer, Robin Yeboah (46.), Enrico Sottile (52.) und Marius Toscan (59.), verpassten über 100 m Delfin die Halbfinal-Qualifikation deutlich. Yeboah fehlten 1,4 Sekunden zum Vorstoss unter die Top 16.
Auch in den Vorläufen über 200 m Crawl gab es für das Schweizer Frauen-Trio nichts zu holen. Vanna Djakovic (36.), Gaia Rasmussen (37.) und Manon Richard (38.) fehlten fast vier Sekunden fürs Weiterkommen.
Auch Angelina Patt verpasste über 50 m Rücken als 28. die Halbfinals deutlich. Gian-Luca Gartmann belegte über 200 m Brust den 37. Rang.
Die Frauen-Staffel über 4x100 m Crawl mit Patt, Rasmussen, Richard und Julia Ullmann wurde in 3:44,39 Elfte und damit Letzte der Vorläufe.

















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar