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Keystone-SDA | Samstag, 19. September 2026

Nach Stricker verliert auch Wawrinka sein Einzel

Die Schweiz liegt im Davis Cup gegen Brasilien nach dem ersten Tag 0:2 im Rückstand. Nach Dominic Stricker verliert auch Stan Wawrinka in Rio sein Einzel. Der Aufstieg rückt damit in weite Ferne.

Stan Wawrinka (ATP 134) war bei seiner Derniere im Teamwettkampf, den er 2014 an der Seite von Roger Federer gewonnen hatte, eigentlich auf gutem Weg, für die Schweiz wieder auszugleichen. Doch nach 2:38 Stunden musste sich der 41-jährige Waadtländer Gustavo Heide (ATP 123) 6:4, 6:7 (4:7), 4:6 geschlagen geben.

Spiel der verpassten Chancen

Für Wawrinka war es ein Match mit vielen verpassten Chancen. Beim Stand von 6:4, 5:4 und 30:30 bei Aufschlag des Brasilianers war der Schweizer Teamleader nur zwei Punkte vom Sieg entfernt. Im Tiebreak des zweiten Satzes führte er zudem mit 4:1. Dennoch musste er die letzten sechs Punkte dieser Kurzentscheidung abgeben. Anschliessend verlor er den Faden.

Körperlich zunehmend angeschlagen, liess Wawrinka bei 1:1 und 0:30 im dritten Satz seine letzte grosse Chance ungenutzt. Beim Stand von 3:2 hatte er allerdings noch genügend Kraft, um fünf Breakbälle abzuwehren, davon drei in Folge. Bei 5:4 musste er sich schliesslich beim zweiten Matchball dem 17 Jahre jüngeren Kontrahenten beugen.

Im ersten Einzel hatte sich Dominik Stricker (ATP 262) zuvor nach einem couragierten Auftritt in knapp zwei Stunden der brasilianischen Nummer 1 João Fonseca (ATP 29) ebenfalls in drei Sätzen geschlagen geben müssen.

Die Schweiz braucht ein echtes Wunder

Weiter geht es am Samstag zuerst mit einem Doppel und falls nötig mit zwei weiteren Einzeln. Der Sieger dieses Duells gehört im kommenden Jahr wieder zur Elite und kann um den Einzug ins Finalturnier des Davis Cup kämpfen.

Die Brasilianer haben nun alle Trümpfe in der Hand. Das Doppel mit Orlando Luz/Rafael Matos, das im letzten Monat die Masters-1000-Turniere von Montréal und Cincinnati gewonnen hat, ist klar favorisiert. Jakub Paul und Dominic Stricker sind damit zu einer Glanzleistung gezwungen, um Stan Wawrinka noch die Möglichkeit zu geben, gegen João Fonseca anzutreten - in einem Match, das dann noch von Bedeutung wäre.

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