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Nach WM-Aus für Italien: Trainer Gattuso lässt Zukunft offen
Er übernahm im Vorjahr mit einem klaren Ziel - und das wurde verpasst. Muss Gennaro Gattuso nun seinen Posten räumen? In einem Interview gibt es emotionale Worte, aber noch keinen Klartext.
Gennaro Gattuso hat nach dem Scheitern in der WM-Qualifikation seine Zukunft als Nationaltrainer Italiens offen gelassen. "Ich habe heute überhaupt kein Interesse daran, über meine Zukunft zu sprechen", sagte der 48-Jährige unmittelbar nach dem 1:4 im Penaltyschiessen im Playoff-Duell mit Bosnien-Herzegowina. "Wir sollten hier über Italien sprechen, über das blaue Trikot, darüber, dass es ein weiterer Rückschlag ist, auch wenn wir es diesmal nicht verdient haben."
Der Ex-Profi hatte das Nationalteam erst im Juni des Vorjahres übernommen. An dem klaren Ziel, den viermaligen Weltmeister zur WM in diesem Sommer in den USA, Mexiko und Kanada zu führen, ist er gescheitert. Italiens Fussball verpasst wie schon 2018 und 2022 das Endturnier und steht deswegen personell vor einer Zäsur, die auch Gattuso treffen könnte.
Gattuso: "Ich habe es nicht geschafft. Es tut so weh"
"Ich persönlich entschuldige mich bei den Italienern. Ich habe es nicht geschafft. Es tut so weh", sagte der Coach. "Mehr noch als mir selbst tut es weh, diese Mannschaft zu sehen, die in den vergangenen Monaten wirklich alles gegeben hat." In dem emotionalen Interview sprach er aber auch von einer "Schande", dass Italien bei der WM wieder nicht dabei sein werde.
Stattdessen darf sich Bosnien-Herzegowina auf der grössten Fussballbühne präsentieren. Das Team bekommt es nach dem euphorisch gefeierten Triumph im heimischen Zenica in der WM-Gruppe B mit der Schweiz, Katar und Co-Gastgeber Kanada zu tun.
















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