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Olympia-Verkehrskonzept kostet Graubünden 3,48 Millionen
Das Verkehrskonzept für die Olympischen Spiele im Februar in Italien hat den Kanton Graubünden gemäss eigenen Angaben 3,48 Millionen Franken gekostet. Das Verkehrskonzept war ausgearbeitet worden, um ein Verkehrschaos während der Hochsaison im Bündner Tourismus zu vermeiden.
Insgesamt nutzten gemäss einer Mitteilung des Kantons am Donnerstag knapp 41'000 Besucherinnen und Besucher den öffentlichen Verkehr für die An- und Abreise zwischen Zernez und Val Müstair GR und dem italienischen Austragungsort Livigno.
Das Verkehrskonzept hat weniger Kosten verursacht als ursprünglich angenommen. Die Regierung hatte im Oktober 2025 einen Kredit von 5,5 Millionen Franken brutto genehmigt. "Dank flexibler Anpassungen während der Veranstaltung an die gegenüber der Planung veränderten Besucherströme konnten die Kosten um über 35 Prozent gesenkt werden", heisst es in der Mitteilung.
Der Kanton zeigt sich bereit, die Eigenleistungen von 0,9 Millionen Franken selbst zu tragen. Den Rest fordert der Kanton von Italien ein. "Der Kanton Graubünden wird die Region Lombardei über die effektiv angefallenen Kosten informieren und sie auffordern, diese zu begleichen", lässt sich die Bündner Regierungsrätin Carmelia Maissen zitieren.
Das ist allerdings kein einfaches Unterfangen, wie Maissen im Bündner Parlament im April erklärt hatte. Sie hatte damals auf eine Nachfrage von SVP-Grossrat Reto Rauch, ob eine schriftliche Zusage vorliege, gesagt: "Es liegt gegenüber dem Kanton Graubünden keine schriftliche Zusage vor." Die italienische Seite habe lediglich einen Beitrag von rund 600'000 Euro in Aussicht gestellt.


















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