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Keystone-SDA | Dienstag, 17. Februar 2026

Roth und Werner treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an

Gibt es erstmals seit 20 Jahren wieder eine olympische Aerials-Medaille für die Schweiz? Dank Noé Roth und Pirmin Werner, die gleichzeitig Freunde und Rivalen sind, sind die Chancen intakt.

"Come on, Noé. Bring it home!" Diese Worte ruft Pirmin Werner an der letztjährigen WM in St. Moritz hinauf zur Schanze, wo sich Noé Roth auf seinen letzten Sprung vorbereitet. Dabei hat Werner soeben selbst die Führung übernommen. Weil er seinen Sprung jedoch erst mit einem zusätzlichen Salto nach der Landung steht, weiss er in diesem Moment bereits, dass es kaum zum Sieg reichen wird. Trotzdem sieht man es im Spitzensport nicht oft, dass sich direkte Konkurrenten gegenseitig anfeuern - notabene an einer WM. Doch Werner und Roth bewegen sich schon seit Jahren im Spannungsfeld zwischen Konkurrenz und Freundschaft.

Sie haben den gleichen Jahrgang, sind aber jeweils nur kurzzeitig gleich alt. Werner ist Anfang Januar 26-jährig geworden, Roth wird Ende Dezember nachziehen. Beide kamen vom Kunstturnen zur Skiakrobatik und teilen auch sonst ähnliche Interessen. Im Sommer gehen der Zürcher und der Zuger auch mal gemeinsam in die Surf-Ferien, im Winter treten sie jedoch gegeneinander an.

Dass der Schweizer Nationaltrainer Michel Roth zugleich Noés Vater ist, könnte unter anderen Umständen Konfliktpotenzial bergen. Bei diesem Duo ist das kein Thema. "Wir pushen uns gegenseitig und wären ohne den jeweils anderen kaum dort, wo wir heute stehen", sagt Werner. Im vergangenen Jahr gewann er WM-Bronze, während es Roth tatsächlich "nach Hause brachte" und nach 2023 zum zweiten Mal Weltmeister wurde.

Starke Konkurrenz aus China

Trotz dieser Erfolge gelten die beiden Schweizer in Livigno "nur" als Medaillenkandidaten, nicht als Topfavoriten. In der Weltcup-Saison, die Mitte Januar bereits endete, blieb beiden ein Sieg verwehrt. Immerhin: In sechs Springen stand Roth zweimal als Dritter auf dem Podest, Werner einmal als Zweiter. Dominiert wurde der Winter von den Chinesen, die gleich vier Athleten in den Top 5 der Gesamtwertung stellen. Roth und Werner folgen auf den Rängen 6 und 7.

"Ich würde mich aber nicht vom Kreis der Favoriten ausschliessen", sagt Roth selbstbewusst. Für ihn bleibt es bei der Vorgabe, die er vor der Saison formuliert hat: Ziel ist eine Medaille, der Traum ist Gold. "Etwas anderes zu sagen wäre als Weltmeister falsch." Und auch Werner hat hohe Ambitionen: "Ich möchte einfach besser sein als vor vier Jahren in Peking." Damals blieb er als Vierter im Einzel und im Team-Wettkampf zweimal knapp hinter den Medaillenrängen.

Für die Schweiz wäre es die erste olympische Aerials-Medaille seit Evelyne Leu, die 2006 in Turin Olympiasiegerin wurde. Davor hatte Colette Brand, Noé Roths Mutter, 1998 in Nagano Bronze geholt. Bei den Männern bleibt Andreas Schönbächler der bislang Einzige mit Edelmetall: Er gewann bei der Premiere 1994 in Lillehammer Gold.

Mut zum "Hurricane"?

Die Voraussetzungen, in ihre Fussstapfen zu treten, bezeichnen beide Athleten als gut. "Die Schanze hier ist eine, wie ich sie gerne habe", sagt Roth. Ob er erstmals in einem Wettkampf den "Hurricane" zeigen wird, lässt er offen. Roth hat den Sprung, der als der derzeit schwierigste gilt, im Training schon geschafft, er fühlt sich aber mit dem Double-Full-Double-Full-Full wohler. Mit diesem Sprung wurde er im letzten Jahr Weltmeister - und das mit dem Rekordwert von 143,31 Punkten.

Werner hat den "Hurricane" im letzten Jahr in St. Moritz gezeigt, und ihn knapp nicht gestanden. Ob nun der nächste Moment gekommen ist, will er nicht abschliessend festhalten. "Die Anlage liegt mir", sagt er aber. "Auf dieser Schanze ist sehr viel möglich - auch die ganz schwierigen Sprünge."

Am Dienstag ist die Qualifikation der Männer und der Frauen, bei denen die 20-jährige Lina Kozomara als einzige Athletin aus der Schweiz und als Aussenseiterin antritt. Die Finals finden am Mittwoch (Frauen) und Donnerstag (Männer) statt.

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