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Keystone-SDA | Freitag, 08. Mai 2026

Schaffhausen baut Brustkrebs-Früherkennung und Notfallhilfe aus

Der Schaffhauser Regierungsrat hat am Freitag einen Ausbau der Gesundheitsvorsorge angekündigt. Ein neues Mammographie-Screening sowie der Einsatz von Forensic Nurses und First Responder stärken künftig die medizinische Versorgung im Kanton.

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Verpflichtungskredit von insgesamt 1,285 Millionen Franken, um im Kanton Schaffhausen ein Mammographie-Screening-Programm einzuführen, wie Regierungsrat Marcel Montari (FDP), Vorsteher des Innendepartements, am Freitag vor den Medien sagte.

Die Vorlage sieht vor, dass Frauen im Alter zwischen 50 und 74 Jahren alle zwei Jahre eine Einladung zur freiwilligen Brustkrebs-Früherkennung erhalten. Das Programm soll nach aktuellem Planungsstand im vierten Quartal 2026 oder spätestens 2027 starten. Mit dem Kredit kann das Programm während acht Jahren angeboten werden.

Ziel des Vorhabens ist es, bösartige Veränderungen frühzeitig zu erkennen, um die Heilungschancen zu erhöhen und die Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs zu senken. Ursprünglich war der Start bereits für das Jahr 2025 geplant, musste jedoch aufgrund geänderter tariflicher Rahmenbedingungen und der Kündigung der vormaligen Partnerorganisation verschoben werden.

Vorsorge für Frauen im Fokus

Für die operative Umsetzung arbeitet der Kanton mit der Stiftung Krebsscreening Aargau zusammen, die künftig unter dem Namen Clario - Stiftung für Krebsvorsorge und Früherkennung - auftreten wird. Clario übernimmt die Organisation, die Qualitätssicherung und das Einladungswesen, während die medizinischen Untersuchungen in Schaffhausen durchgeführt werden.

Die finanzielle Hürde für die Frauen wird bewusst niedrig gehalten. Die Untersuchung ist im Rahmen des Programms von der Franchise befreit. Die Teilnehmerinnen müssen lediglich den gesetzlichen Selbstbehalt von zehn Prozent leisten, was laut Schätzungen der Gesundheitsbehörden einen Betrag von unter 20 Franken pro Untersuchung ausmacht.

Schutz für Opfer von Gewalt

Neben der Krebsvorsorge verstärkt der Kanton den Schutz für Betroffene von sexualisierter oder häuslicher Gewalt. Seit Anfang Mai steht im Kantonsspital Schaffhausen der "Aufsuchende Dienst Forensic Nurses" zur Verfügung. Dieses Angebot ermöglicht es Gewaltopfern, Verletzungen zu dokumentieren und Spuren sichern zu lassen, ohne dass unmittelbar eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden muss.

Die Spurensicherung wird von speziell geschulten Pflegefachpersonen des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich durchgeführt. Bisher war eine solche gerichtsverwertbare Sicherung ohne polizeiliche Meldung nur sehr eingeschränkt möglich. Nun werden die erhobenen Befunde für 15 Jahre sicher aufbewahrt, damit sie für eine spätere Strafverfolgung zur Verfügung stehen, falls sich die Betroffenen erst zu einem späteren Zeitpunkt für eine Anzeige entscheiden. Der Dienst ist für die Opfer kostenlos, während der Kanton hierfür jährliche Kosten von rund 95'000 Franken übernimmt.

Schnelle Hilfe bei Herzstillstand

Ein drittes Projekt betrifft die Notfallmedizin: Der Aufbau eines flächendeckenden First-Responder-Systems soll die Überlebenschancen bei Herz-Kreislauf-Stillständen verbessern. In Schaffhausen ereignen sich jährlich etwa 90 solcher Notfälle ausserhalb medizinischer Einrichtungen. Da die Überlebenschance mit jeder Minute ohne Behandlung um etwa zehn Prozent sinkt, ist ein schnelles Eingreifen noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes entscheidend.

Das neue System, das in Zusammenarbeit mit Schutz und Rettung Zürich betrieben wird, soll noch vor den Sommerferien 2026 offiziell in Betrieb gehen. Dabei werden geschulte Freiwillige über eine App alarmiert, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe eines Einsatzortes befinden. Der Kanton finanziert den Aufbau mit 60'000 Franken und die Folgejahre mit jeweils 35'000 Franken sowie einer Teilzeitstelle beim Rettungsdienst.

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