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Keystone-SDA | Donnerstag, 07. Mai 2026

Schweiz siegt im Penaltyschiessen

Die Schweiz startet mit einem Sieg in die letzte Vorbereitungswoche für die Heim-WM. Das Team von Trainer Jan Cadieux gewinnt im Rahmen der Euro Hockey Tour gegen Finnland 5:4 nach Penaltyschiessen.

Als Matchwinner der Schweizer vor nur 447 Zuschauern kann Théo Rochette bezeichnet werden. Der Stürmer von Lausanne schoss im schwedischen Ängelholm zwei Tore und traf wie Tyler Moy auch im Penaltyschiessen. Goalie Leonardo Genoni liess sich im Shootout einzig von Aleksander Barkov bezwingen. In der regulären Spielzeit hatten die Schweizer 2:0, 3:2 und 4:3 vorne gelegen. Doch weil sie hinten noch einige Mängel offenbarten, kamen die Finnen stets zurück. Zuvor hatte es drei Niederlagen in Folge gegen die Nordländer gegeben.

Das 2:0 (28.) und 3:2 (39.) erzielte Rochette, sein zweites Tor war ein Shorthander. Damit unterstrich der 24-Jährige für einmal auch im Nationaldress seine Trefferqualitäten - in der National League war er in der letzten Qualifikation mit 22 Toren in 46 Partien die Schweizer Nummer 1 in dieser Statistik.

Finnische Reaktion innert zehn Sekunden

Das 2:0 hielt bloss zehn Sekunden, dann verkürzte der Servette-Stürmer Jesse Puljujärvi auf 1:2 - Torhüter Leonardo Genoni hatte den Puck direkt auf dessen Stock prallen lassen. Puljujärvi zeichnete in der 52. Minute im Powerplay auch für das 4:4 verantwortlich. Das 2:2 (33.) der Finnen erzielte mit Verteidiger Vili Saarijärvi ebenfalls ein Genfer Spieler.

Bei den ersten beiden Gegentoren der Schweizer standen die NHL-Stars Nico Hischier und Timo Meier auf dem Eis, die wie Roman Josi und Nino Niederreiter ihre erste Partie in dieser WM-Vorbereitung bestritten. Die Finnen konnten auf neun Spieler aus Nordamerika zählen, unter ihnen Barkov, den Captain der Florida Panthers. Allerdings erzielte auch das 3:3 (37.) mit Saku Mäenalanen ein Stürmer aus der National League; der Finne steht bei den SCL Tigers unter Vertrag.

Schweizer Traumstart

Die Schweizer legten einen Traumstart hin und gingen bereits nach 98 Sekunden durch Dominik Egli in Führung - in der 20. Minute scheiterte der Verteidiger zudem am Pfosten. Beim 4:3 (50.) bewahrte Calvin Thürkauf allein vor dem finnischen Keeper Justus Annunen, einem Teamkollegen von Josi bei den Nashville Predators, die Nerven.

Ihre ersten Länderspiele für die Schweiz absolvierten der Freiburger Verteidiger Simon Seiler und der Davoser Stürmer Yannick Frehner, die sich das Aufgebot mit starken Playoffs verdient haben. Nach einem Ruhetag treffen die Schweizer am Samstag auf Gastgeber Schweden, ehe am Sonntag noch Tschechien der Gegner ist.

Telegramm:

Finnland - Schweiz 4:5 (0:1, 2:2, 1:1, 0:0) n.P.

Ängelholm. - 447 Zuschauer. - SR Kika/Pilny, Strömberg/Hanning. - Tore: 2. Egli (Thürkauf, Frick) 0:1. 28. (27:47) Rochette (Suter, Egli) 0:2. 28. (27:57) Puljujärvi (Lundell, Manninen) 1:2. 33. Saarijärvi (Lundell, Puljujärvi) 2:2. 39. Rochette (Malgin, Chanton/Ausschluss Knak!) 2:3. 47. Mäenalanen (Kukkonen, Merelä) 3:3. 50. Thürkauf (Moy, Niederreiter) 4:3. 52. Puljujärvi (Lundell, Heinola/Ausschluss Seiler) 4:4. - Penaltyschiessen: Malgin -, Lundell -; Rochette 0:1, Puljujärvi -; Moy 0:2, Barkov 1:2; Josi -, Aku Räty -; Meier -, Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Finnland, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Finnland: Annunen; Vaakanainen, Heinola; Saarijärvi, Lehtonen; Kukkonen, Määtä; Riikola, Vilen; Hämeenaho, Barkov, Kuokkanen; Puljujärvi, Lundell, Manninen; Aku Räty, Aatu Räty, Puistola; Merelä, Björninen, Mäenalanen; Päivärinta.

Schweiz: Genoni; Josi, Berni; Egli, Frick; Heldner, Jung; Seiler, Chanton; Meier, Hischier, Biasca; Moy, Thürkauf, Niederreiter; Suter, Malgin, Rochette; Frehner, Baechler, Knak.

Bemerkungen: Schweiz ohne Aeschlimann, Kukan, Marti, Andrighetto, Bertschy, Jäger, Riat (alle überzählig oder angeschlagen) und Berra (Ersatzgoalie). 1. Länderspiele von Seiler und Frehner. Pfostenschüsse: 8. Aatu Räty, 20. Egli. - Schüsse: Finnland 27 (6-12-5-4); Schweiz 17 (3-7-4-3). - Powerplay-Ausbeute: Finnland 1/4; Schweiz 0/2.

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