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Schweizer Curler unterliegen Schweden und gewinnen Silber
Die Schweizer Curler verlieren an der EM im finnischen Lohja das Finalspiel gegen Schweden. Das Quartett um Skip Yannick Schwaller muss sich den Skandinaviern 4:5 nach Zusatzend geschlagen geben.
Zwar startete das Team mit Schwaller, Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel und Benoît Schwarz-Van Berkel gut in die letzte Partie der Europameisterschaft, musste aber bereits im ersten End dem Gegner einen Punkt zugestehen. "Im ersten End hatten wir eine gute Chance, in Führung zu gehen, das haben wir verpasst", sagte Schwaller im offiziellen Interview nach der Partie.
Von diesem Moment an lief das Schweizer Quartett einem Rückstand nach, den sie erst im zehnten End wettmachen konnten. Mit dem ersten Zweierhaus der gesamten Partie glichen sie zum 4:4 aus und zwangen die Schweden ins Zusatzend.
In diesem zeigte sich das Recht des letzten Steins dann als entscheidender Vorteil. Obwohl sich bei den Schweden, die bis zum Ende des neunten Ends praktisch fehlerfrei gespielt hatten, plötzlich Ungenauigkeiten einschlichen, behielten sie im entscheidenden Moment die Nerven.
"Es fühlte sich an, als hätten sie eine Antwort auf alles gehabt", bilanzierte Schwaller. Der Ausgleich sei etwas zu spät in der Partie gekommen, um das Spiel noch zu drehen, so der Schweizer Skip weiter.
"Nicht das Resultat, das wir wollten"
Und so durfte sich Schwedens Skip Niklas Edin über seinen achten EM-Titel freuen, während für die Schweiz der Traum vom ersten EM-Gold einer Männer-Equipe seit 2013 vorerst geplatzt ist.
Zudem dürfte der Gewinn der Silbermedaillen Erinnerungen an 2019 wecken, als Schweden mit Edin letztmals an einer EM Gold gewann - ebenfalls gegen Schwaller. Damals endete das Finalspiel aber bereits nach neun Ends, beim Stand von 9:3 für Schweden hatten die Schweizer aufgegeben.
Schwallers Enttäuschung über die neuerliche Niederlage ist ihm zwar anzumerken. "Wir waren schon in zwei Finals mit diesem Team. Es ist also natürlich nicht das Resultat, das wir wollten", so der Solothurner, "am Anfang der Woche wären wir mit einer Medaille aber sicher zufrieden gewesen."
Fahrplan Richtung Cortina stimmt
Auch dürfte die Silbermedaille für die Schweizer mit Blick auf die Olympischen Spiele in Mailand-Cortina 2026 für zusätzliches Selbstvertrauen sorgen. "Ich denke, wir sind an einem guten Punkt mit unserem Team, an einem guten Punkt für die Olympischen Spiele", so Schwaller.
Für ihn wird es die erste Teilnahme an einem olympischen Turnier sein, während Schwarz-Van Berkel, Sven Michel und Pablo Lachat (als Ersatzmann) bereits Olympia-Erfahrung vorzuweisen haben.
















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