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Keystone-SDA | Sonntag, 14. Juni 2026

SVP baut Vormachtstellung im Glarner Landrat aus

Der Kanton Glarus hat sein Parlament neu gewählt. Der 60-köpfige Landrat bleibt fest in bürgerlicher Hand. Die SVP gewinnt sechs Sitze hinzu, die Mitte verliert an Boden.

Die 60 Landratssitze werden nach Bevölkerung auf die drei Wahlkreise verteilt. Fast die Hälfte aller Sitze - nämlich deren 28 - werden in Glarus Nord vergeben. Glarus stellt 18 und Glarus Süd 14 Sitze. Die Ergebnisse im Überblick:

NEUE SITZVERTEILUNG KANTONAL: Die SVP ist neu mit 24 von 60 Sitzen gesamtkantonal klar die stärkste Kraft. Sie gewinnt insgesamt sechs Sitze im Vergleich zu den Wahlen von 2022 hinzu. Zweitgrösste Fraktion im Parlament ist neu die FDP mit zehn Sitzen (minus ein Sitz). Die Mitte ist nur noch mit neun statt zwölf Sitzen im Parlament vertreten. Die SP und die Grünen halten je sechs Sitze (jeweils minus zwei). Ein Plus verbucht die GLP, die neu auf fünf statt drei Sitzen kommt.

Nachfolgend die Ergebnisse in den einzelnen Kreisen:

GLARUS NORD: Im grössten Wahlkreis legt die SVP um drei Sitze zu und hält neu zwölf der 28 Sitze. Sie macht ihre Gewinne hauptsächlich auf Kosten der Mitte, die zwei Sitze einbüsst und neu nur noch deren vier hält. Die GLP holt ebenfalls einen zusätzlichen Sitz und stellt nun im Wahlkreis drei Landräte. SP und Grüne verlieren je einen Sitz und kommen neu auf drei (SP) respektive zwei Sitze. Die FDP verbleibt bei vier Sitzen.

GLARUS: Die SVP gewinnt zwei Sitze hinzu und hält neu sechs der 18 Sitze im Wahlkreis. Sie legt auf Kosten der Grünen und der FDP zu, die neu auf drei (FDP) respektive zwei Sitze kommen. Keine Veränderungen ergaben sich bei der Mitte (4 Sitze), SP (2 Sitze) und GLP (1 Sitz).

GLARUS SÜD: Auch hier kann die SVP zulegen, sie ist nun mit sechs Sitzen noch klarer die Nummer Eins im Wahlkreis. Zuvor kam die SVP auf fünf Sitze. Neu ebenfalls vertreten ist die GLP, die sich einen Sitz schnappen konnte. SP und Mitte (jeweils von zwei auf einen Sitz) mussten Federn lassen. Die FDP hält weiterhin drei und die Grünen zwei Sitze in Glarus Süd.

Im Unterschied zu den meisten kantonalen Legislativen hat der Glarner Landrat keine selbstständige Gesetzgebungskompetenz. Diese liegt bei der Landsgemeinde. Der Landrat ist die oberste Aufsichtsbehörde über die Regierung, die Verwaltung und die Gerichte. Er bereitet die Verfassungs- und die Gesetzgebung sowie die übrigen Beschlüsse der Landsgemeinde vor.

Trotzdem bewarben sich 396 Personen für die 60 Parlamentssitze - ähnlich viele wie bei den Wahlen 2022.

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