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Keystone-SDA | Sonntag, 07. Juni 2026

Vollering fängt Van der Breggen noch ab

Demi Vollering gewinnt zum ersten Mal den Giro d'Italia der Frauen. Die Niederländerin fängt auf der Schlussetappe ihre Landsfrau Anna van der Breggen noch ab.

Vollering ging am Sonntag mit 50 Sekunden Rückstand ins letzte der neun Teilstücke und erreichte das Ziel in Saluzzo als Vierte einer vierköpfigen Spitzengruppe. Die seit einem Sturz am Freitag angeschlagene Van der Breggen büsste knapp zweieinhalb Minuten ein. Damit machte Vollering das Triple an Triumphen an Rundfahrten komplett. 2023 hatte die 29-Jährige die Tour de France gewonnen, 2024 und 2025 die Vuelta.

In den Kampf um den Tagessieg griff Vollering, die Gewinnerin der Königsetappe vom Vortag, im Wissen um den Gesamtsieg nicht mehr ein. Diesen holte sich die Italienerin Elisa Longo Borghini vor der Neuseeländerin Niamh Fisher-Black und der Deutschen Antonia Niedermaier. Letztere schob sich im Gesamtklassement ebenfalls noch an Van der Breggen vorbei auf Platz 2.

Marlen Reusser musste am Schlusstag im grössten Anstieg nach rund einem Drittel der 145 Kilometer abreissen lassen und liess das Rennen danach ausklingen. Sie erreichte das Ziel als 43. mit fast einer Viertelstunde Rückstand und schloss den Giro im 13. Gesamtrang ab.

Die Bernerin hatte sich vor der Rundfahrt bei ihrem Comeback nach dem Sturz an der Flandern-Rundfahrt im April mehr erhofft. Sie musste aber erkennen, dass ihre Form ohne das sonst übliche Höhentraining im Vorfeld noch nicht ausreichte, um in den Kampf um den Gesamtsieg einzugreifen. Reussers grosses Saisonziel bleibt die Tour de France, die am 1. August beginnt. Davor tritt die Zeitfahr-Weltmeisterin ab dem 17. Juni noch an der Tour de Suisse an.

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