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Keystone-SDA | Mittwoch, 14. Oktober 2026

Walliser Achterbahnbauer untersucht tödlichen Unfall in den USA

Der Schweizer Achterbahnhersteller Bolliger & Mabillard untersucht einen tödlichen Unfall auf einer seiner Anlagen im Six-Flags-Park bei Atlanta. "Wir sind zutiefst bestürzt über diesen tragischen Unfall", erklärte Olivier Bolliger gegenüber dem US-Sender ABC News.

"Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Betroffenen", so Bolliger vom Unternehmen weiter. Bolliger & Mabillard untersuche den Vorfall aktiv und werde sich erst wieder äussern, wenn die Umstände besser geklärt seien, erklärte das Unternehmen auch in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

Am Montag war ein 42-jähriger Mann im Freizeitpark Six Flags Over Georgia bei Atlanta aus der Achterbahn "Goliath" geschleudert worden und ums Leben gekommen. Dabei wurden laut Polizei auch mehrere andere Besucher verletzt. Die Unfallursache ist noch unklar. Die Polizei und die zuständige Aufsichtsbehörde haben Ermittlungen aufgenommen.

Die vom Schweizer Unternehmen gebaute Achterbahn wurde 2006 eröffnet. Sie ist rund 61 Meter hoch und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 113 Kilometern pro Stunde. Die Fahrgäste werden mit Sicherheitsbügeln über den Oberschenkeln und der Hüfte gesichert.

Weitere Achterbahnen geschlossen

Nach dem Unfall legte der Freizeitparkbetreiber Six Flags vorsorglich neun ähnliche Achterbahnen in sechs Parks in den USA und Kanada still. Acht dieser Anlagen stammen ebenfalls von Bolliger & Mabillard. Wann sie wieder in Betrieb gehen, ist offen.

An der Börse geriet Six Flags unter Druck. Die Aktie verlor am Dienstag 14,4 Prozent auf 10,20 Dollar und schloss damit auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2009.

Erst Ende September hatte Six Flags zudem die dauerhafte Schliessung der Achterbahn "X2" im kalifornischen Freizeitpark Magic Mountain angekündigt. Zuvor hatten mehrere Besucher wegen mutmasslich erlittener schwerer Hirnverletzungen Klage eingereicht. Auch ein 22-Jähriger war 2022 nach einer Fahrt gestorben. Der Betreiber einigte sich mit dessen Angehörigen auf einen Vergleich. Hersteller der Anlage ist die US-Firma Arrow Dynamics.

Bolliger & Mabillard wurde 1988 gegründet und gehört zu den international bekannten Herstellern von Stahlachterbahnen. Das Unternehmen mit Standort im Walliser Monthey und Sitz in Aigle hat laut der Fachdatenbank RCDB weltweit mehr als 130 Achterbahnen gebaut.

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