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Warum die USA nicht zu sehr hadern sollten nach der Niederlage
Die USA kassieren im letzten WM-Gruppenspiel eine 2:3-Niederlage. Für das Team von Trainer Mauricio Pochettino könnte der Dämpfer ein gutes Omen sein, da perfekte Vorrunden selten den WM-Titel bringen
Nach dem Schlusspfiff im SoFi Stadium in Inglewood mischten sich beim US-Nationalteam Frust und Zuversicht. Die Amerikaner kassierten gegen die Türkei durch einen Treffer von Kaan Ayhan in der 98. Minute eine bittere 2:3-Niederlage. US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino hatte seine Startelf im Hinblick auf den Sechzehntelfinal bewusst stark rotiert.
Einzig Weston McKennie und Ricardo Pepi blieben in der Startformation. Der argentinische Coach schonte gezielt Leistungsträger wie Tyler Adams, Folarin Balogun, Chris Richards und Antonee Robinson, um drohende Gelb-Sperren in der K.o.-Phase zu vermeiden.
Die neu formierte Defensive um Mark McKenzie, Miles Robinson und Torhüter Matt Turner offenbarte gegen die technisch versierten Türken grosse Lücken. Auf die frühe US-Führung durch Auston Trusty (2.) antworteten Arda Güler (10.) und Orkun Kökcü (31.) mit zwei Treffern.
Doch das US-Team bewies nach dem Seitenwechsel Moral: Sebastian Berhalter glich in der 49. Minute mit einem satten Schuss zum 2:2 aus. Zudem feierte Christian Pulisic ab der 58. Minute sein lang ersehntes Comeback. Mit dem Superstar kehrte die offensive Wucht zurück, auch wenn Pulisic später Pech mit einem Pfostenschuss bekundete. Die späte Niederlage ist ein schmerzhafter Dämpfer, liefert Pochettino aber wichtige Erkenntnisse über die Tiefe seines Kaders.
Nun in Santa Clara
Paradoxerweise könnte diese Niederlage für den weiteren Turnierverlauf ein gutes Omen sein. Die Fussball-Historie zeigt, dass eine makellose Gruppenphase oft ein Hindernis auf dem Weg zum Titel darstellt. Seit Brasilien im Jahr 2002 hat keine Mannschaft mehr alle drei Vorrundenspiele gewonnen und am Ende den WM-Pokal in die Höhe gestemmt. Jüngere Weltmeister wie Argentinien (2022), Spanien (2010) oder Deutschland (2014) kassierten in der Gruppe allesamt empfindliche Rückschläge. Ein solcher Dämpfer zwingt Teams zu taktischen Anpassungen und schärft die Sinne für die entscheidenden K.o.-Spiele.
Diese historische Statistik spricht somit für die USA – und warnt gleichzeitig einen der Co-Gastgeber. Mexiko beendete die Vorrunde auf historische Weise mit drei Siegen aus drei Spielen. Was auf den ersten Blick wie eine Demonstration der Stärke wirkt, entpuppte sich in den letzten zwei Jahrzehnten stets als trügerische Sicherheit.
Die USA hingegen wissen nun genau, woran sie arbeiten müssen, wenn im Sechzehntelfinal die etablierten Stammkräfte auf den Platz zurückkehren. Dort treffen die Amerikaner am kommenden Mittwoch in Santa Clara auf die taktisch versierten Bosnier, die in der Gruppenphase bereits die Schweiz lange gefordert und phasenweise frustriert haben.

















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