Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Wer schafft den Sprung nach Nordamerika?
Am Montag und Dienstag wird bekannt, welche Schweizer Spieler an die WM in den USA, Kanada und Mexiko reisen. 23 Feldspieler und drei Goalies darf Nationaltrainer Murat Yakin mitnehmen. Ein Überblick.
Goalies
Wer ist gesetzt?
Gregor Kobel ist die Nummer 1, Yvon Mvogo der erste Ersatz. An dieser Hierarchie wird nicht gerüttelt.
Wer muss zittern?
Die Position des dritten Goalies hatte im Nationalteam zuletzt Marvin Keller inne. Obwohl der YB-Torhüter in dieser Saison nicht restlos überzeugt hat, dürfte er in Nordamerika dabei sein.
Wer darf hoffen?
Anthony Racioppi hat mit Sion eine starke Saison und eine überragende Rückrunde gezeigt. Statistisch gesehen ist er der beste Goalie der Super League. Gegenüber dem vier Jahre jüngeren Keller dürfte der 27-Jährige aber das Nachsehen haben - auch mit Blick auf dessen Entwicklungspotenzial. Auch Pascal Loretz vom FC Luzern dürfte nicht aufgeboten werden.
Abwehr
Wer ist gesetzt?
An der Viererkette mit Silvan Widmer, Manuel Akanji, Nico Elvedi und Ricardo Rodriguez gab es in der Qualifikation kein Vorbeikommen. Ausserdem haben sich die jungen Innenverteidiger Luca Jaquez und Aurèle Amenda als solide Backups erwiesen. Dank regelmässiger Einsätze in der Bundesliga dürfen auch sie mit einem Aufgebot rechnen.
Wer ist angeschlagen?
Miro Muheim, der erste Ersatz auf der Linksverteidigerposition, hat sich im Saisonendspurt eine Sprunggelenksverletzung zugezogen. Nachdem der Klub zunächst das Saisonende befürchtet hatte, trainierte er zuletzt wieder mit dem Team und dürfte daher bereit für die WM sein.
Wer muss zittern?
Mal ist er dabei, dann wieder länger nicht: Nachdem sich Eray Cömert bei Valencia einen Stammplatz erkämpft hatte, wurde er im Frühling wieder ins Nationalteam aufgeboten. In der Innenverteidigung verfügt Yakin aber eigentlich über genügend Alternativen.
Wer darf hoffen?
An der WM in Katar rächte es sich, dass Yakin auf Ersatzspieler für die Aussenverteidigerpositionen verzichtet hatte. Diesen Fehler wird er kaum wiederholen. Auf ein Aufgebot hoffen dürfen vor allem die Serie-A-Legionäre Zachary Athekame und Sascha Britschgi, die beide auf der rechten Seite spielen. Die Bundesliga-Verteidiger Cédric Zesiger, Bruno Ogbus und Isaac Schmidt dürften hingegen das Nachsehen haben.
Mittelfeld
Wer ist gesetzt?
Kaum eine Position ist im Nationalteam so stark besetzt wie das Zentrum. Neben Captain Granit Xhaka haben Remo Freuler, Michel Aebischer, Denis Zakaria und Fabian Rieder ihren Platz im Kader sicher. Zudem dürfte Yakin auch Ardon Jashari und Djibril Sow mitnehmen.
Wer muss zittern?
Seit zwei Jahren gehört Vincent Sierro praktisch immer zum Nationalteam. Aufgrund der grossen Konkurrenz kam er in der Qualifikation allerdings nie zum Einsatz. Mit seinem Wechsel in die saudi-arabische Liga hat er zudem keine zusätzlichen Argumente für ein Aufgebot gesammelt.
Wer darf hoffen?
Die Plätze im Mittelfeld scheinen vergeben zu sein. Leise Hoffnungen machen dürfen sich Simon Sohm vom FC Bologna und Filip Ugrinic vom FC Valencia, die in den vergangenen Monaten ebenfalls zum erweiterten Kreis des Nationalteams gehörten.
Angriff
Wer ist gesetzt?
Breel Embolo im Zentrum, Dan Ndoye und Ruben Vargas auf den Flügeln: Yakin vertraute im Angriff zuletzt fast immer auf dieses Trio - selbst dann, wenn die Spieler in ihren Klubs nicht gesetzt waren. Sicher dabei ist auch Shootingstar Johan Manzambi, der in Freiburg brilliert.
Wer ist angeschlagen?
Nachdem er in den vergangenen Wochen bei Leeds United richtig in Fahrt gekommen war, wurde Noah Okafor zuletzt erneut von einer Verletzung ausgebremst. Nähere Informationen sind derzeit nicht bekannt. Da er sich nach einigen Misstönen inzwischen wieder mit Yakin versöhnt hat, steht einem Aufgebot grundsätzlich nichts im Weg.
Praktisch die gesamte Saison verpasst hat Zeki Amdouni. Der Genfer ist jedoch rechtzeitig wieder fit geworden und stand auch wieder auf dem Feld. Er dürfte auch aufgrund seiner bisherigen Verdienste im Nationalteam an die WM mitgenommen werden.
Wer muss zittern?
Mit den Rückkehrern Amdouni und Okafor wird es eng für ein YB-Duo, das bei den Testspielen im Frühling noch dabei war: Alvyn Sanches und Joël Monteiro gehören zu den Wackelkandidaten.
Wer darf hoffen?
Mit jeweils 15 Ligatoren in dieser Saison haben sich Cedric Itten (Fortuna Düsseldorf) und Alessandro Vogt (St. Gallen) für ein Aufgebot empfohlen. Das Problem: Itten spielt nur in der zweithöchsten deutschen Liga, und Vogt konnte sich bislang erst in der Schweiz beweisen. Deshalb könnte selbst dieser eindrückliche Leistungsausweis am Ende nicht für die WM reichen.

















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