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Keystone-SDA | Sonntag, 12. Juli 2026

"Wir waren die bessere Mannschaft"

Die Stimmung im Schweizer Nationalteam ist nach dem bitteren WM-Aus im Viertelfinal gegen Argentinien im Keller. Denn für alle ist klar: Gegen den Weltmeister wäre mehr möglich gewesen.

Gregor Kobel (Goalie): "Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft und die Art und Weise, wie wir gespielt haben. Wir sind super im Flow gewesen, haben Herz gezeigt. Es tut mega weh, so auszuscheiden. Ich habe die Szene (von Embolo) zu wenig genau gesehen. Unabhängig davon, so wie wir gekämpft haben, fühlt es sich unfair an, dass wir nicht wenigstens im Penaltyschiessen die Chance erhalten haben. So ist Fussball manchmal."

Murat Yakin (Trainer): "Wenn man den Spielverlauf gesehen hat, waren wir viel besser als der Gegner. Am Ende können wir uns davon aber nichts kaufen. Ich bin unglaublich Stolz auf das Team und den Staff, wie wir heute gekämpft haben - auch in Unterzahl gegen den Weltmeister. Schade, dass wir auf diese Art ausscheiden. Wir hatten das Momentum (nach dem Ausgleich und vor der Roten Karte) auf unserer Seite und wollten offensiv wechseln und unsere Chance weiter suchen. Die Art und Weise, wie wir in Unterzahl zusammengehalten und gekämpft haben zeigt, dass diese Mannschaft voller Energie und Spielfreude ist."

Fabian Rieder (Mittelfeldspieler): "Bis zur Roten Karte waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben gekämpft bis zum Schluss, dann gehen sie mit einem Sonntagsschuss in Führung. Es ist schade, wir hatten alles im Griff, vor allem in der zweiten Halbzeit. Daher ist die Rote Karte sehr ärgerlich. Ändern kann man daran leider nichts. Man hat schon gesehen, dass sie (Argentinien) Qualitäten haben. Wir haben leidenschaftlich verteidigt und alles gegeben. Am Ende haben Details den Ausschlag gegeben."

Manuel Akanji (Verteidiger): "Ich bin so stolz auf unsere Mannschaft, was wir während des ganzen Turniers geleistet haben und vor allem auch heute: Wir haben gegen den amtierenden Weltmeister gespielt und sie hatten keine Chance. Ich kann mich an keine Torchance erinnern aus dem Spiel heraus. Wenn das Spiel mit elf gegen elf weitergeht, das haben glaube ich alle gesehen, wäre das Spiel eher auf unsere Seite gekippt. Wir haben ein super Spiel gemacht und gekämpft bis zum Schluss. Wenn du dann in der 112. Minute so ein Gegentor kassierst, ist das schwer zu verdauen. Es ist schwierig, wenn man dann auch noch den Schiedsrichter gegen sich hat. Ich bin normalerweise keiner, der über den Schiedsrichter spricht, aber heute hat er jede Kleinigkeit für sie gepfiffen. Aber es ist, wie es ist, wir können es nicht mehr ändern."

Remo Freuler (Mittelfeldspieler): "Wir haben uns vorgenommen, mit Herzblut zu spielen. Bis zur Roten Karte hatten wir das Spiel im Griff, dann kam der Bruch ins Spiel. Ich verstehe nicht, wieso der VAR in einer solchen Situation eingreift, das muss mir die FIFA noch erklären. Danach mussten wir den Schalter umlegen und verteidigen. Dass wir so verlieren, tut weh. Wir wollten die beste WM der Geschichte schreiben, das haben wir geschafft. Aber wir wollten noch mehr. Es macht es noch schwieriger zu akzeptieren, weil wir gesehen haben, dass noch mehr möglich gewesen wäre. Wir haben schon noch einiges vor mit der Nati. Und nach heute Abend hat man gesehen, dass einiges möglich ist. Darum geht es für mich (in der Nati) schon noch weiter."

Granit Xhaka (Captain): "Ich empfinde Enttäuschung und Wut. Man hat heute vor allem eine Mannschaft auf dem Platz gesehen, die richtig Energie und Mentalität hatte. Wir waren so nahe dran, Argentinien zu packen. Und dann kommt ein solcher Entscheid, der das ganze Spiel kippt. Regeln sind Regeln, die tun weh. Aber es ist schwierig, dies zu akzeptieren. Wir haben es auch in Unterzahl gut gemacht. Leider hat es nicht gereicht."

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