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Keystone-SDA | Sonntag, 12. Juli 2026

Yakin hadert nach dem Viertelfinal-Aus mit dem Platzverweis

Nach der Viertelfinal-Niederlage gegen Argentinien hadert Murat Yakin mit dem Platzverweis gegen Breel Embolo. Die Regelauslegung sei für ihn "absolut unverständlich".

Dass der Schweizer Stürmer in der 72. Minute die zweite Gelbe Karte sah, war für Yakin der entscheidende Bruch im Spiel. "Bis dahin haben wir den Gegner dominiert", sagte Yakin an der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Mit einem Mann weniger auf dem Platz hat sich das Spiel dann natürlich verändert."

Dabei ging es dem Schweizer Nationaltrainer nicht darum, die Schwalbe von Embolo infrage zu stellen. Er kritisierte vielmehr die Linie des Schiedsrichterteams als Ganzes. Zunächst seien mehrere Fouls der Argentinier - "Ellbogen, Kopfstösse, gestreckte Beine" - unbestraft geblieben. "Dann gibt er für eine Aktion Gelb, für die er niemals Gelb geben muss." Gemeint ist das vermeintliche Foul des Argentiniers an Embolo, das der Videoschiedsrichter einzig deshalb überprüfen konnte, weil bereits eine Gelbe Karte gezeigt worden war. "Und wir werden dann für den Fehler des Schiedsrichters bestraft", fasste Yakin zusammen.

Der Frust war dem 51-Jährigen deutlich anzusehen. Er bedauerte vor allem, dass in das bis dahin umkämpfte Spiel entscheidend von aussen eingegriffen worden sei. "Der Fussball hat heute verloren", sagte Yakin.

Embolo selbst nahm der Schweizer Nationaltrainer in Schutz. Er habe in den Minuten zuvor viel einstecken müssen und aufopferungsvoll für die Mannschaft gekämpft, sagte Yakin über den Stürmer, der nach dem Platzverweis in Tränen ausbrach. Er habe ihn danach noch kurz gesehen, so Yakin. "Er war natürlich am Boden zerstört."

Embolo habe sich während des gesamten Turniers immer in den Dienst der Mannschaft gestellt, nun sei er für einen Fehler hart bestraft worden. "Ihm die Schuld für das Ausscheiden zu geben, wäre absurd", stellte Yakin klar.

Insgesamt blickte Yakin "mit grossem Stolz" auf das Turnier zurück, in dem die Schweizer erstmals seit 1954 wieder in einen WM-Viertelfinal eingezogen sind. "Auch heute haben wir gegen den amtierenden Weltmeister bis zur letzten Minute gekämpft und hatten vor dem Platzverweis das Momentum klar auf unserer Seite." Umso mehr schmerze die Niederlage nach der VAR-Intervention. "Auf diese Art und Weise auszuscheiden - das haben wir nicht verdient."

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