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Region SDA
Keystone-SDA | Mittwoch, 04. Februar 2026

Zweitgrösstes Bündner Spital in Samedan ist gerettet

Das Spital Oberengadin in Graubünden ist gerettet. Im dritten Anlauf haben neun Gemeinden am Mittwochabend in einer Versammlung einstimmig für den Rettungsplan gestimmt. Somit bleibt die medizinische Versorgung in der Region auch in Zukunft gewährleistet.

Einige Versammlungen verzeichneten eine Rekordbeteiligung, beispielsweise in Samedan, dem Standort des zweitgrössten Bündner Spitals, wo 429 Stimmberechtigte erschienen.

Die Bevölkerung stimmte, teilweise einstimmig, der Gründung der neuen Verwaltungsgesellschaft Sanadura und dem Kredit von 19,5 Millionen Franken für drei Leistungsvereinbarungen zu.

Die erste Vereinbarung garantiert die medizinische Versorgung durch einen neuen Vertrag mit dem Kantonsspital Chur und der Klinik Gut in St. Moritz. Dieser Vertrag gilt von Anfang April bis Ende 2026.

Eine mehrjährige Vereinbarung wird in den nächsten Monaten vorbereitet und im Herbst zur Abstimmung gebracht. Zwei weitere Leistungsvereinbarungen sind notwendig, um die Langzeitpflege, zu der Altersheime und Spitex gehören, sicherzustellen.

Personal- und Leistungskürzungen

Trotz des positiven Ausgangs wird die Neuorganisation des Gesundheitswesens im Oberengadin Konsequenzen für das Spitalpersonal haben. 48 Personen, vorwiegend im Pflegebereich beschäftigt, werden Ende März ihren Arbeitsplatz verlieren. Dies wird auch zu einem Abbau von Leistungen und Betten führen. Drei der sieben Stockwerke werden geschlossen. Auch die Zahl der stationären Fälle wird zurückgehen.

In Samedan bleiben die Notfallversorgung, die Chirurgie, die Gynäkologie und Geburtshilfe, die Pädiatrie, die Radiologie, die Traumatologie, die Orthopädie und eine Station für semi-intensive Therapie bestehen. Hinzu kommen ambulante Spezialangebote wie Dialyse und Onkologie.

Nach den Versammlungen am Mittwochabend in neun rätischen Gemeinden stehen noch die Abstimmungen in Zuoz (4. März) und St. Moritz (8. März) aus.

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