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Christian Witzig rettet St.Gallen einen Punkt in Thun
Nach zehn Siegen endet die Thuner Erfolgsserie. Das 2:2 gegen den FC St.Gallen wird die Berner Oberländer aber kaum schmerzen – sie bleiben 14 Punkte vor dem ersten Verfolger.
Noch ein langer Ball nach vorne, und dann steht Christian Witzig tatsächlich genau richtig. Der St. Galler lauert im Rückraum auf den Abpraller und zielt präzise in die Ecke. Der späte Ausgleich ist einerseits glücklich, kann aber auch als Lohn für eine engagierte Leistung in der ersten Halbzeit gesehen werden.
In dieser hatte Lukas Görtler die Gäste per Penalty verdient in Führung gebracht. Und Alessandro Vogt hätte unmittelbar vor der Pause erhöhen müssen. Der Stürmer, dessen Wechsel zum Bundesligisten Hoffenheim wohl bald auch offiziell verkündet wird, konnte nach einem Fehler von Montolio allein auf das Thuner Tor zulaufen, legte sich den Ball im entscheidenden Moment aber etwas zu weit vor und scheiterte an Niklas Steffen.
Die zunächst zögerlichen Thuner zeigten in der zweiten Halbzeit ein ganz anderes Gesicht. Das Heimteam, das in den ersten 45 Minuten kaum Offensivaktionen vorzuweisen hatte, fand nach der Pause zu dem mutigen Spiel zurück, das die Mannschaft von Trainer Mauro Lustrinelli in dieser Saison schon so oft ausgezeichnet hat. Innerhalb von sieben Minuten drehten die Thuner die Partie.
Am Ursprung der Aufholjagd stand erneut ein Penalty. Nach einem Einwurf sprang der Ball ausgerechnet Lukas Görtler an den weit ausgestreckten Arm. Sofort zeigte der Unparteiische Johannes von Mandach auf den Punkt. Leonardo Bertone übernahm die Verantwortung und erzielte bereits seinen neunten Treffer der Saison.
Mit der Euphorie über die geglückte Reaktion machte der souveräne Leader der Super League gleich weiter Druck und hätte durch Valmir Matoshi bereits in Führung gehen können. Bei seinem Abschluss rettete Lawrence Ati Zigi noch stark, wenig später war der St. Galler Goalie jedoch chancenlos. Kastriot Imeri zirkelte den Ball von der Cornerfahne in die Strafraummitte, wo Innenverteidiger Genis Montolio hochstieg und per Kopf zum 2:1 traf.
Dass am Schluss nicht der elfte Sieg in Serie zu Buche stand, lag am späten Ausgleich, der die Feierlichkeiten ein wenig trübte. Allerdings ist klar: Der FC Thun steht zehn Runden vor Schluss hervorragend da und darf weiter vom Meistertitel träumen.
Thun - St.Gallen 2:2 (0:1)
9651 Zuschauer. - SR von Mandach. - Tore: 37. Görtler (Penalty) 0:1. 55. Bertone (Penalty) 1:1. 62. Montolio (Imeri) 2:1. 95. Witzig 2:2.
Thun: Steffen; Fehr, Montolio, Bamert, Bürki; Bertone, Käit (72. Roth), Matoshi (77. Reichmuth); Imeri (72. Meichtry); Rastoder (88. Dursun), Labeau (77. Ibayi).
St.Gallen: Zigi; Okoroji, Gaal, Kleine-Bekel; Daschner; Vandermersch, Görtler, Boukhalfa (81. Weibel), Witzig; Vogt (82. Ouattara), Balde (69. Besio).
Bemerkungen: Verwarnungen: 3. Imeri, 11. Balde, 11. Bürki, 22. Vandermersch, 37. Bamert, 50. Matoshi, 83. Bertone.
















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