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Schweizer Team gewinnt erstmals den Grand Prix von Bern
Es ist geschafft: Die Schweizer Degenfechter gewinnen als Team am Pfingstsonntag erstmals den Teamwettbewerb am Heimweltcup in Bern. Im Final besiegen die Schweizer die Italiener mit 45:33.
Schweizer Siege - also Heimsiege - gab es in 61 Jahren "Grand Prix de Berne" immer wieder. Jean Blaise Evéquoz (1978), Marcel Fischer (2005), Max Heinzer dreimal hintereinander (2011 bis 2013) und zuletzt Lucas Malcotti gewannen das Traditionsturnier. Mit der Equipe reichte es der Schweiz indessen nie - bis zu dieser Austragung.
Der Team-Erfolg für Lucas Malcotti, Teamleader Alexis Bayard (der 2023 den Einzelfinal gegen Malcotti verlor) und Ian Hauri entspricht gewiss nicht mehr einer Sensation. Die Schweizer gewannen mit diesem Stamm schon im Dezember in Vancouver und im Januar in Fujairah in den Vereinigten Emiraten Team-Weltcups. Jetzt reichte es auch am Heimturnier. Der Reihe nach wurden Finnland (Weltnummer 30), Tschechien (19), Kasachstan (6), Frankreich (2) und Italien (5) besiegt. Weltmeister Japan (1) verlor unerwartet gleich zu Turnierbeginn gegen Panama.
Packend verlief vor allem das Halbfinalduell gegen Frankreich. Die Schweizer führten 8:1 und 20:14. Im neunten und letzten Gefecht vergab Malcotti aber eine Vier-Punkte-Führung. Aymerick Gally glich für Frankreich zum 37:37 aus. In der Verlängerung setzte Malcotti nach 19 Sekunden den entscheidenden Treffer.
Im Final schlüpfte Malcotti, der sich im Einzel vom Samstag nicht für die Direktausscheidung der besten 64 hatte qualifizieren können, wieder in die Hauptrolle. Malcotti kam in seinen ersten zwei Gefechten auf eine Plus-7-Bilanz. Die Schweizer zogen den Italienern immer klarer davon, und je grösser der Vorsprung wurde, desto mehr musste der Gegner riskieren, wodurch er immer häufiger ins Messer lief. Malcotti stellte im letzten Gefecht wieder den Sieg sicher.
Schon in Fujairah hatte die Schweiz den Final gegen Italien mit 45:24 klar gewonnen. 2025 unterlagen die Schweizer den Italienern sowohl an den Welt- wie an den Europameisterschaften.

















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