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Keystone-SDA | Mittwoch, 12. August 2026

Schweizerinnen wollen an EM-Tradition anknüpfen

Je drei Schweizer Männer- und Frauenteams stehen ab Mittwoch an der Beachvolleyball-EM in Polen im Einsatz. Vor einem Jahr gab es erstmals nach fünf Jahren keine Medaille.

Die Schweiz ist auf europäischer Bühne eine Beachvolleyball-Grossmacht. Die Männer belegen mit je viermal Gold und Bronze sowie fünfmal Silber in der ewigen Bestenliste den 4. Platz. Die Frauen (je viermal Gold und Silber sowie zweimal Bronze) stehen sogar an dritter Stelle.

In den letzten Jahren waren es die Schweizer Sandspezialistinnen, die für das Edelmetall zuständig waren. Von 2020 bis 2024 gab es durch Nina Brunner/Tanja Hüberli (Europameisterinnen 2021 und 2023), Joana Heidrich/Anouk Vergé-Dépré (Siegerinnen 2020) und Esmée Böbner/Zoé Vergé-Dépré immer eine Medaille, erst im letzten Jahr riss diese eindrückliche Serie.

Nun stehen die Vorzeichen wieder gut. Die Olympia-Dritten Brunner/Hüberli gehören nach ihrem Triumph am Wochenende beim Elite16-Turnier in Hamburg zu den Topfavoritinnen. Die Schwestern Anouk und Zoé Vergé-Dépré überzeugten mit vier Achtelfinals bei vier Einsätzen auf der höchsten Stufe durch Konstanz, nun könnte es Zeit für einen Exploit sein.

Einzig bei Joana Mäder/Leona Kernen besteht ein kleines Fragezeichen zu Mäders Fitness, nachdem sie sich in Hamburg den Fuss verknackste. Nach letzten Tests am Dienstag sollte ihr Einsatz aber möglich sein.

Bei den Männern liegt die letzte EM-Medaille bereits 20 Jahre zurück. Am ehesten darf dem Duo Julian Friedli/Jonathan Jordan, Nummer 18 der Meldeliste, eine Überraschung zugetraut werden.

Bei den Männern und Frauen stehen jeweils 32 Teams in je acht Vierergruppen im Einsatz. Nach dem ersten Spiel treten die Sieger respektive Verlierer gegeneinander an, danach geht es gleich in die K.o.-Runden. Wer zweimal gewinnt, steht direkt im Achtelfinal, wer eine der beiden Partien für sich entscheidet, im Sechzehntelfinal. Das vierte Team scheidet aus. Los gehts am Mittwoch, die Finals finden am Sonntag statt.

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