Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Sevelen lehnt Mindestabstand von Windrädern zu Wohnhäusern ab
Die Gemeinde Sevelen hat am Sonntag Nein gesagt zu einem 500-Meter-Mindestabstand für Windräder zu Wohnhäusern. Der Gemeinderat hatte die Initiative zur Ablehnung empfohlen. Er verwies darauf, dass der Kanton entsprechende Regelungen für unzulässig hält.
734 Personen (48,51 Prozent) stimmten für die Initiative "Windkraft Ja - mit Anstands-Abstand" und 779 (51,49 Prozent) dagegen. Die Stimmbeteiligung betrug 58,72 Prozent, wie die Gemeindeverwaltung von Sevelen am Sonntag mitteilte.
Die Initiative verlangte, dass der Mindestabstand zwischen Windrädern und Wohnhäusern mindestens 500 Meter betragen müsse. Das Baureglement hätte entsprechend angepasst werden sollen.
Im Vorfeld zur Abstimmung hatte der Gemeinderat darauf hingewiesen, dass auf kantonaler Ebene derzeit die Rechtsgrundlagen für eine Abstandsregelung für Windenergieanlagen in kommunalen Baureglementen fehlten. Zu dieser Einschätzung war das kantonale Bau- und Umweltdepartement im November 2025 gelangt und kippte damit eine Abstimmung von Au SG.
Die Gemeinde hatte im Februar 2025 einen 500-Meter-Mindestabstand von Windrädern zu Wohnhäusern befürwortet. Für Au bedeute die Einschätzung des Baudepartements, dass das angepasste Baureglement "nicht genehmigungsfähig" sei, hiess es vom Kanton.
"Wir sparen uns nun die juristische Auseinandersetzung mit dem Kanton, weil wir den Mindestabstand nicht ins Baureglement schreiben müssen", sagte der parteilose Gemeindepräsident von Sevelen, Eduard Neuhaus, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Was das Abstimmungsresultat für allfällige, künftige Windkraftprojekte aussage, sei aktuell noch schwierig einzuschätzen.

















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar